DIY

T-Shirt selber nähen

September 7, 2016 | 2

Gastautorin Nora

Zu kurz, zu weit, doofe Farbe, einfach unförmig – das perfekte T-Shirt zu finden, ist gar nicht so leicht. Es einfach selbst zu machen hingegen schon! Dank toller Anleitungen und einfacher Schnitte zaubert Ihr Euch selbst als Anfänger im Nu tolle Teile.

Dass man sich manchmal einfach trauen muss (und ein Funken Selbstüberschätzung nicht schaden kann), zeige ich Euch auf meinem neuen Blog norainhh.de: Für tragbare, selbst genähte Kleidung braucht man keine Schneiderausbildung! Meine erste Nähmaschine bekam ich erst vor zwei Jahren geschenkt. Mittlerweile habe ich fast alle gekauften Oberteile aussortiert und flitze stolz in meiner eigenen “Kollektion” durch Hamburg.

Lange Rede, kurzer Sinn: Lasst uns loslegen! Alles, was Ihr braucht: eine Nähmaschine, Stoff von zum Beispiel Alles für Selbermacher und einen Schnitt.

 

Material für das selbstgenähte T-Shirt

 


Material

Nähmaschine

♡ 1-1,5 m Lieblingsstoff (genaue Angaben findet ihr im Schnittmuster)

♡ ca. 60 cm Bündchen

♡ Schnittmuster

♡ Schere

♡ Kleber / Washi-Tape / Tesafilm


 

 

Das Schnittmuster

Am einfachsten findet Ihr Schnittmuster im Internet. Sie sind nicht teuer, manchmal sogar kostenlos, und können immer wieder verwendet werden.

Druckt die Datei auf A4 aus und achtet darauf, dass dabei “Tatsächliche Größe” eingestellt ist. Meist gibt es ein Kontrollkästchen, mit dessen Hilfe Ihr noch mal nachmessen könnt, ob alles passt. Dann schneidet Ihr die einzelnen Seiten zurecht und klebt sie mit Tape oder Kleber zusammen. Das kann richtig meditativ sein. 😉

Wer sich seiner Größe sicher ist bzw. nur seine eigene Größe braucht, kann direkt das zusammengeklebte Schnittmuster zurechtschneiden. Ich persönlich pause alles mit Bleistift und Seidenpapier ab, damit ich die Druckvorlage immer wieder verwenden kann. Anstelle von Seidenpapier kann man auch gut Backpapier nehmen.

Der Stoff

Für ein T-Shirt benötigt Ihr dehnbaren Stoff, am besten Jersey. Soll Euer Oberteil locker-luftig sein, eignet sich auch ein Viskosejersey gut. Ob uni, gestreift oder mit fancy Mustern, die Auswahl ist riesengroß. Wer keinen schönen Stoffladen in der Nähe hat, wird sicher online fündig.

Tipp: Jersey kann nach dem ersten Waschen noch etwas eingehen. Deshalb solltet Ihr das schon vor dem Nähen erledigen, damit sich Euer Werk später nicht verzieht.

 

Das Nähen

Ich benutze eine Overlock und liebe sie sehr. Aber auch mit einer einfachen Haushaltsmaschine erzielt Ihr super Ergebnisse. Verwendet eine Jerseynadel und einen dehnbaren Stich, beispielsweise einen flachen Zick-Zack-Stich.

Zudem lohnt es sich, 50 Cent mehr für ein gutes Garn auszugeben. Eure Nähmaschine wird’s Euch danken und die Arbeit viel einfacher machen!

 

Anleitung

Zu jedem Schnittmuster erhaltet Ihr eine sehr ausführliche Anleitung mit Bildern. Manchmal gibt es sogar ein Video auf YouTube. Diese Anleitung hier ist deshalb allgemein und geht nicht auf Besonderheiten eines bestimmten Schnittes ein.

1. Übertragt die Schnitteile auf den Stoff und schneidet sie dann aus. Denkt dabei an die Nahtzugabe, falls sie noch nicht im Schnitt enthalten ist. Beachtet außerdem den Fadenlauf und welche Teile ggf. im Bruch zugeschnitten werden müssen. Habt Ihr einen Stoff mit Muster, könnt Ihr außerdem schauen, dass es sich an den Nähten fortsetzt. Vor allem bei Streifen sieht das einfach schöner aus.

 

Bild links: Die Umrisse des Schnittmusters werden vorsichtig auf den Stoff übertragen. | Bild rechts: Danach werden die Einzelteile zugeschnitten.

 

2. Zuerst werden die Schulternähte geschlossen und nach hinten gebügelt.

 

T-Shirt selber nähen mit Schnittmuster

Mit der Nähmaschine werden die Stoffzuschnitte jeweils an den Schultern zusammengenäht.

 

3. Dann näht Ihr das Ausschnittbündchen an.

 

Bild links: Das Bündchen muss vorsichtig an den Ausschnitt angenäht werden. | Bild rechts: Zum besseren Fixieren kann man Stecknadeln oder Halteklammern benutzen. Aber Vorsicht: Nicht vergessen, sie herauszunehmen, bevor die Nähmaschine an die fixierte Stelle kommt!

 

4. Wollt Ihr ein ärmelloses Top nähen, überspringt diesen Schritt. Ansonsten müssen nun die Ärmel angenäht werden. Habt Ihr Euch, so wie ich, für Kappärmel entschieden, müssen diese vorher gesäumt werden.

 

Bild links und rechts: In der Mitte seht Ihr die Zuschnitte für die Kappärmel und die dekorativen schwarzen Bündchen. Zuschnitte können immer etwas anstrengend werden, sind aber der Mühe wert!

 

5. Nun könnt Ihr die Seitennähte schließen. Probiert das gute Stück jetzt mal an. Sitzt es zu locker oder steht unter den Armen etwas ab, könnt Ihr noch optimieren.

 

Bild links: So sehen die vernähten Seitenteile aus. | Bild rechts: Auch hier könnt Ihr euch zum Fixieren mit Klammern aushelfen.

 

6. Alle, die keine Kappärmel gewählt haben, nähen nun die Bündchen an die Ärmel oder schlagen den Saum um. Für Faulis und Super-Nähanfänger gibt es auch noch eine Alternative: Den Stoff einfach so lassen, wie er ist. Jersey franst nicht aus. Stattdessen rollt er sich etwas ein, was auch ganz cool aussehen kann.

 

 

7. Zum Schluss wird der Saum zwei Mal je 2 cm nach innen umgeschlagen und abgesteppt. Dazu könnt Ihr ebenfalls einen Zickzack-Stich oder aber eine Zwillingsnadel verwenden.

8. Bügelt nun noch einmal gründlich über alle Nähte und den Saum – fertig ist Euer Meisterwerk!

 

 

Viel Spaß beim Nachnähen! Wenn Ihr Lust auf mehr bekommen habt, schaut doch mal vorbei bei norainhh.de!

 

Mehr Inspirationen findet Ihr bei Pinterest:

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Kommentare (2)
  • S. - 15. February 2019

    Die Shirts gefallen mir gut. Das hört sich jetzt in Deiner Anleitung gar nicht so schwierig an!?!

  • Katharina - 9. August 2018

    Sehr schöne Shirts! 🙂

    Welches Schnittmuster hast Du den jeweils verwendet?

    Viele Grüße
    Katharina