Magazin
Weihnachten Trends Trends Aktuelle Trends Homestories Lifestyle Frühling Sommer Herbst Weihnachten Einrichten Einrichten Badezimmer Balkon & Garten Flur Küche Schlafzimmer Wohnzimmer Einrichtungsservice Skandi-Stil Boho Stil DIY DIY Blumen Dekorieren Festlich Handarbeit Möbel Möbel Hacks Printables Quotes Rezepte Stricken Wohntipps Wohntipps Bad & Dusche Beleuchtung Dekoideen Geschenke Haushaltsgeräte Pflanzen & Grün Regale & Aufbewahrung Schlafgelegenheiten Schränke & Kommoden Sitzmöbel Tische & Ablagen B2B B2B WK KONFERENZ 2020 WK.business WK.business Content Branchen Insights Partner werden Community Community Blogger: VIB Interviews VIB Bewerbung VIB Gastbeiträge Challenges E-Book kostenlos Team & Jobs Newsletter

DIY

Essen haltbar machen – so geht’s

August 23, 2020 | 0

Mira

Es gibt verschiedene Methoden, mit denen man Essen haltbar machen kann. Christin aus dem WOHNKLAMOTTE-Team ist eine echte Expertin in Sachen Food, hat sogar ein eigenes Kochbuch geschrieben, und zeigt Dir in diesem Beitrag drei unterschiedliche Arten, wie Du leckeres Essen haltbar machen kannst. Die passenden Rezepte gibt es natürlich gleich mit dazu. Jetzt geht’s ans Eingemachte! 🙂 

Die eingemachten Lebensmittel schmecken nicht nur toll, sondern machen auch als Deko-Accessoires einiges her

Warum sollte man überhaupt Essen haltbar machen?

Auch wenn wir es uns kaum vorstellen können: Noch vor wenigen Generationen gab es keine Kühlschränke und so wenig Möglichkeiten Lebensmittel über einen längeren Zeitraum zu lagern, ohne dass sie schlecht wurden. Trotzdem wollten die Menschen natürlich gern Vorräte lagern und haben deswegen allerlei Methoden entwickelt, um (saisonale) Lebensmittel haltbarer zu machen.

 

Auch heute erfreut sich das Haltbarmachen von Lebensmitteln einer wachsenden Beliebtheit. Schließlich ist immer mehr Leuten die Verschwendung (z.B. das Wegschmeißen, weil etwas schlecht geworden ist) von Lebensmittel ein Dorn im Auge. Außerdem kann man auf diese Weise auch saisonale Ware außerhalb ihrer jeweiligen Erntesaison verspeisen und sich so weiterhin regional ernähren. Rund um die halbe Erde geflogenen Südfrüchte mit einem super schlechten ökologischen Fußabdruck können so vermieden werden. Vom Salzen, über Räuchern und Trocknen bis zum Einkochen gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Möglichkeiten, um Essen auch langfristig genießbar zu machen. Wir stellen Dir in diesem Artikel drei einfache Methoden vor, mit denen Du ganz unkompliziert Essen haltbar machen kannst. Du findest außerdem je ein leckeres Rezept zum Einkochen, sauer Einlegen und Fermentieren.

Als erstes: Gläser sterilisieren

Damit keine Keime in die haltbar gemachten Lebensmittel gelangen und diese dann schimmeln lassen können, ist es sehr wichtig als erstes die Gläser, in denen Du Dein Essen haltbar machen möchtest, zu sterilisieren. Dafür gibt es mehrere Methoden. Du kannst Deine Gläser entweder für einige Minuten bei 100 – 150 Grad in den Backofen stellen oder Du kochst einen großen Topf mit Wasser auf und tauchst die Gläser nach und nach darin ein. Aber Achtung: Dabei ist die Gefahr, sich zu verbrennen, relativ hoch! Einfacher ist es, wenn Du die Gläser in Dein Spülbecken stellst und sie inklusive Deckel mit kochendem Wasser übergießt. Wichtig ist dabei, das Wasser auch einmal über den Rand laufen zu lassen. 

Du kannst Deine Einmachgläser ganz einfach mit kochend heißem Wasser aus dem Wasserkocher sterilisieren

Essen haltbar machen durch Einkochen und Einmachen

Ein echter Klassiker beim Essen haltbar machen ist das Einmachen. Kleiner Funfact: Wusstest Du, dass es einen Unterschied zwischen Einkochen und Einmachen gibt? Einkochen ist das, was viele auch Einwecken nennen und was Du vielleicht noch von Deiner Oma kennst. Dabei füllst Du die Lebensmittel, die Du einkochen möchtest, in Gläser mit einem Gummiring, verschließt sie und erhitzt sie entweder im Backofen oder in einem Topf über einen längeren Zeitraum. Dadurch werden sie schließlich sterilisiert. So Eingekochtes hält sich über mehrere Jahre.

Das, was wir typischerweise machen, um beispielsweise Marmelade zu kochen, bezeichnet man hingegen als Einmachen. Dabei wird einfach die kochend heiße Flüssigkeit in sterilisierte Gläser mit Schraubverschluss gefüllt und luftdicht verschlossen – wie das genau geht, liest Du weiter unten in unserem Rezept. 

 

Unser WOHNKLAMOTTE-Tipp: Du kannst auch Suppen oder Soßenreste genau wie Marmelade einkochen. So sparst Du Dir Platz im Gefrierfach, denn dann müssen sie nicht mehr gekühlt werden und Du vermeidest es, Reste wegzuwerfen. Toller Nebeneffekt: Du hast immer ein Glas Selbstgekochtes für die Mittagspause griffbereit!

Jetzt legen wir los – Christin verrät Dir ihr liebstes Marmeladenrezept:

 

 

Aprikosen-Thymian Marmelade

 

Zutaten:

 

  • 1 kg reife Aprikosen
  • 1 Packung Gelierzucker 2:1
  • 1 TL gemahlene Vanille (oder Paste)
  • 5-6 Zweige Thymian
  • 150 ml Weißwein
  • Saft und Schale von ½ Zitrone

Auf dem Wochenmarkt bekommst Du hochwertiges Obst in genau der Menge, die Du brauchst

So gehts:

 

  1. Aprikosen entkernen und in Stücke schneiden (es macht nichts, wenn die Stücke unterschiedlich groß sind, das gibt eine gute Textur am Ende) und mit dem Gelierzucker und der Vanille vermischen. Die Aprikosen mindestens zwei Stunden oder über Nacht ziehen lassen. Das macht sie aromatischer.
  2. Kurz bevor Du mit dem Kochen loslegst, müssen die Gläser sterilisiert werden. Wie das funktioniert, kannst Du weiter oben nachlesen.
  3. Aprikosen in einen Topf geben, die restlichen Zutaten hinzugeben und aufkochen. Bei mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen. 
  4. Je nach gewünschter Textur der Marmelade, kannst Du die Früchte nun kurz, länger oder gar nicht pürieren.
  5. Als nächstes muss die noch heiße Marmelade in Gläser gefüllt werden. Das funktioniert am besten mit einem Messbecher oder einem Trichter. Die Gläser sofort mit dem passenden Deckel verschließen und auf den Kopf stellen. Nimm zwei Handtücher o.ä. zur Hilfe, damit Du Dich nicht verbrennst.
  6. Nach ca. 15 Minuten können die Gläser wieder umgedreht werden.
  7. Wusstest Du, dass Du überprüfen kannst, ob sich ein Unterdruck in den Gläsern gebildet hat und die Marmelade dadurch quasi für immer  haltbar ist? In der Mitte des Deckels befindet sich ein “beweglicher” Teil, den du bei offenen Gläsern eindrücken kannst. Hat sich ein Unterdruck gebildet, funktioniert das nicht mehr.

 

Christins Tipp: Mit einem Labelwriter verwandelst Du Deine Gläser in richtig schöne Unikate, die sich bestens zum Verschenken eignen.

Damit in den Gläsern ein Vakuum entsteht, solltest Du sie nach dem Befüllen für mind. 15 Minuten umdrehen

Essen haltbar machen durch sauer Einlegen

Eine weitere Methode, wie man Essen haltbar machen kann, ist es Lebensmittel sauer einzulegen. Ähnlich wie beim Einkochen oder Einmachen wird hierbei Gemüse in Gläsern haltbar gemacht. Dabei verhindert ein relativ hoher Säuregehalt, dass sich Mikroorganismen vermehren und zum Verderb der Lebensmittel führen. Du kannst z.B. Gemüsereste oder selbst Geerntetes dafür verwenden. Bekannte Lebensmittel, die sauer eingelegt werden, sind neben den klassischen sauren Gurken auch Rollmöpse. Wir haben hier für Dich ein Rezept für eingelegte Rote Bete, die durch Fenchel eine richtig leckere, besondere Note bekommt. Du kannst aber auch kreativ werden und mit verschiedenen Gewürzen, Gemüsen und Essigen experimentieren.

 

 

Eingelegte Rote Beete 

 

Zutaten:

 

  • 500 g Rote Bete
  • 1 kleine Zwiebel
  • 250 ml Weißweinessig 
  • 500 ml Wasser
  • 40 g  Zucker 
  • 1 TL Salz 
  • 5 Pfefferkörner
  • 1 Lorbeerblatt
  • 5 Pimentkörner
  • 1 TL Senfkörner
  • 1 TL Fenchelsamen

Beim Einlegen der Roten Beete kannst Du nach Lust und Laune unterschiedliche Essige ausprobieren, z.B. Fruchtessig, Weinessig oder Kräuteressig

So geht’s:

 

  1. Die Rote Beete mit Stilansatz und Wurzel in einem Topf für ca. 30 – 60 Minuten kochen. Die Kochzeit ist davon abhängig, wie groß die Knollen sind und wie bissfest Du sie magst.
  2. Kurz vor Ende der Garzeit kannst Du schon einmal die Gläser vorbereiten (entweder mehrere kleine oder ein großes mit etwa 800 ml Fassungsvermögen). Dafür sterilisierst Du sie wie oben beschrieben. 
  3. Die Zwiebel schälen, halbieren und in Scheiben schneiden. Alle restlichen Zutaten gemeinsam in einen Topf geben und schon einmal aufkochen.
  4. Ist die Rote Bete fertig, musst Du sie einmal abschrecken und pellen. Jetzt Stil und Wurzel entfernen und die Knollen in Scheiben schneiden. Falls du ein Messer mit Wellenschliff hast, bekommen die Scheiben ein schönes Muster. 
  5. Die Scheiben mit den Zwiebeln auf die Gläser verteilen und mit dem kochenden Sud übergießen. 
  6. Gut verschließen und 4 – 6 Wochen ziehen lassen. Die Haltbarkeit liegt danach bei etwa einem Jahr.

Wenn Du beim Schneiden der Roten Beete Einmalhandschuhe trägst, und Dein Schneidbrett vorher anfeuchtest, kannst Du hartnäckige Flecken vermeiden

Essen haltbar machen durch Fermentation

Als letztes wollen wir Dir zeigen, wie man mithilfe von Fermentation Essen haltbar machen kann. Das Fermentieren wird auch Milchsäuregärung genannt. Dabei bauen Bakterien Zucker und Milchsäure ab, sodass der pH-Wert sinkt und ein saures Milieu entsteht, was die Vermehrung von unerwünschten Bakterien verhindert. Gleichzeitig gibt es bei der Fermentation einen sehr positiven Nebeneffekt: Während bei den meisten anderen Methoden, mit denen man Essen haltbar machen kann, durch das Erhitzen Vitamine eher verloren gehen, steigt der Nährstoffgehalt bei der Fermentation.

Das wohl bekannteste fermentierte Lebensmittel ist wohl Sauerkraut. Aber auch Lebensmittel wie z. B. auch Kakao, Kaffee, Käse und Sauerteigbrot werden im Herstellungsprozess fermentiert. Wir stellen Dir heute ein Rezept für ein veganes Kimchi vor, für das wir uns bei unseren Freunden von Eat This inspirieren lassen haben. Denn traditionell wird für Kimchi Fischsauce verwendet, die wir hier durch ein Stück Alge ersetzen, wodurch der Kimchi dann vegan wird. 

 

 

Veganes Kimchi 

 

Zutaten:

 

  • 800 g Chinakohl
  • 60 g Meersalz (kein Jodsalz!)
  • 200 ml Wasser
  • 10 x 20 cm Stück Kombu-Alge
  • 1 EL Reismehl
  • 1 kleine reife Birne 
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 3 cm Ingwer
  • 40-60 g scharfe Chiliflocken
  • 2 EL Sojasauce
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 50 g Rettich (Daikon)
  • 1 Karotte

Die Zutaten für Dein veganes Kimchi kannst Du im Asia-Markt, im gut sortierten Supermarkt oder ganz bequem online kaufen

So geht’s:

 

  1. Zuerst den Kohl waschen, den Strunk entfernen, längs halbieren, vierteln und in mundgerechte, ruhig etwas größere Stücke schneiden. In eine große Schale geben, mit dem Salz bestreuen und alles gut vermischen.
  2. Damit der Kohl entwässert, bei Raumtemperatur 3 – 4 Stunden stehen lassen.
  3. In der Zwischenzeit kannst Du schon mal die Marinade zubereiten. Dafür die Alge in Stücke brechen und im Wasser 15 Minuten köcheln lassen. 
  4. Die Alge entfernen, dann das Reismehl einrühren und so lange rühren, bis eine puddingartige Konsistenz entstanden ist. Aber Vorsicht: Die Mischung brennt schnell an. In eine kleine Schale füllen und abkühlen lassen.
  5. Knoblauch und Ingwer schälen. Die Birne schälen, Kerngehäuse entfernen und in grobe Würfel schneiden. Alles gemeinsam mit dem Reispudding, Chiliflocken, Sojasoße und 2 TL Meersalz zu einer feinen Masse pürieren.
  6. Den Chinakohl in ein Sieb geben, gut waschen und abtropfen lassen. Anschließend zurück in die Schale geben. 
  7. Den Rettich und die Karotte schälen, beides in ca. 0,5 x 2 cm lange Stifte schneiden. Frühlingszwiebeln auf die gleiche Größe schneiden.
  8. Ein großes Glas oder mehrere kleine wie oben beschrieben sterilisieren. Praktisch sind Gläser mit Bügelverschluss.
  9. Die Marinade zum Kohl geben, das Gemüse hinzufügen und evtl. mit Handschuhen (mit bloßen Händen könnte es brennen) gut vermischen.
  10. Das Kimchi in ein Glas füllen. Dabei solltest Du darauf achten, den Rand sauber zu halten und etwa eine Hand breit Platz zu lassen, weil die während des Gärprozess entstehende Flüssigkeit sonst überläuft. 
  11. Den Bügel auf den Metallriemen legen, aber nicht komplett verschließen, damit die Gase entweichen können. Falls du ein Glas mit Schraubverschluss verwendest, dieses nicht komplett zudrehen. Jetzt bei Zimmertemperatur zwei Tage stehen lassen. Danach das Glas verschließen und vor dem Verzehr eine Woche im Kühlschrank reifen lassen. Magst Du es intensiver, lass das Kimchi einfach noch länger bei Zimmertemperatur stehen, denn dann wird es umso saurer.

Fertig! Die haltbar gemachten Lebensmittel können nun verschenkt oder selbst verschmaust werden

Wir hoffen, Dir ein paar schmackhafte Ideen geliefert zu haben, mit denen Du Dein Essen haltbar machen kannst und wünschen Dir viel Spaß beim haltbar Machen und einen guten Appetit!

Noch mehr Rezeptideen findest Du auch auf Pinterest:



Wie hat Dir unser Beitrag gefallen?

(3 Bewertungen, Durchschnitt: 4,67 von 5)
Poste einen Kommentar