FOOD

Ohh lecker: Regionale Rezepte für den Herbstanfang

September 29, 2016 | 1

Kristina

Die ersten bunten Blätter fallen sanft vom Baum herab und das leichte Tuch muss dem kuscheligen Schal weichen. Der Herbstanfang steht für Gemütlichkeit und gutes Essen! Wie könnte man die Zeit des Erntedanks besser genießen als mit leckeren, regionalen Köstlichkeiten?

Wir lieben selbstgemachtes Wohlfühlessen und der Herbst ist wie gemacht dafür! Äpfel, Kürbisse, Kartoffeln und Pilze verfeinern unsere täglichen Mahlzeiten und geben ihnen den letzten Schliff. Für unsere Ohh lecker-Videos wollten wir von Euch wissen, welches Gericht für Euch typisch für Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Bayern ist. Die Antworten fielen schnell und nachdem wir uns noch etwas Rat von guten Freunden im Westen und Süden Deutschlands eingeholt hatten, waren die besten regionalen Rezepte gefunden: Wir haben uns Lachsbrötchen, Franzbrötchen, Obazda, Grießnockerlsuppe und Reibekuchen mit selbstgemachtem Apfelmus schmecken lassen und möchten Euch die regionalen Rezepte natürlich nicht vorenthalten!

 

 

Regionale Rezepte aus Hamburg – Frischer Fisch und Franzbrötchen

 

Lachsbrötchen mit Honig-Senf-Dill Soße

Fisch gehört in der Hansestadt Hamburg einfach dazu. Ein frischer Fisch direkt vom Markt mit einem knackigen Brötchen und schmackhafter Soße – hmmm, lecker! Ein Lachsbrötchen schmeckt auch ohne Soße hervorragend und ist in wenigen Sekunden zubereitet. Mit dem Rezept von Maria könnt Ihr nichts falsch machen und habt immer eine schmackhafte Soße zur Hand!

 

Zutaten für ein Lachsbrötchen mit Honig-Senf-Dill Soße

 

1 Brötchen nach Wahl (Körnerbrötchen oder Sonntagsbrötchen)

Frischer feingeschnittener Lachs

1 Tomate in Scheiben, 1 Gurke in Scheiben

einige Blätter Blattsalat

Zwiebelringe (auch Frühlingszwiebeln schmecken)

Salz und Pfeffer

Remoulade und/oder die Honig-Senf-Dill Soße

 

Für die Soße

200 ml Sahne

50 g Creme fraiche

1 TL Gemüsebrühe

2 Spritzer Zitronensaft

2 EL Honig

2 EL Senf

1 Zwiebel

2-3 TL frischer oder getrockneter Dill

1 TL grüner Pfeffer

1 EL heller Soßenbinder

 

Regionale Rezepte Hamburg - Lachs

 

Die Zubereitung von Lachsbrötchen mit Honig-Senf-Dill Soße

 

Schneidet Euch Euer Brötchen auf und bestreicht es mit etwas Remoulade. Belegt es anschließend mit Blattsalat, Tomaten- und Gurkenscheiben. Der Lachs wird darübergelegt und mit Zwiebelringen oder Frühlingszwiebelwürfeln garniert. Das Lachsbrötchen könnt Ihr nach Belieben mit Salz und Pfeffer abschmecken!

Die Honig-Senf-Dill Soße ist wie geschaffen für den zarten Fisch: Bereitet die Gemüsebrühe zu und vermengt sie mit der Sahne. Habt Ihr Pfefferkörner gekauft, zerkleinert sie mit dem Mörser. Hackt eine Zwiebel in kleine Würfel und schwitzt sie in der Pfanne an. Gießt das Sahne-Brühe-Gemisch und die Creme Fraiche hinzu und rührt alles gut durch. Lasst die Soße einige Zeit köcheln. Rührt den Honig, Senf, Zitronensaft und den Pfeffer unter – wieder solltet Ihr die Menge eine Weile köcheln lassen. Zum guten Schluss wird der Soßenbinder zugegeben und der gehackte Dill untergemischt. Schmeckt Eure selbstgemachte Soße ab – et voilà! Auf dem Lachsbrötchen schmeckt die Soße wie dafür gemacht.

 

Franzbrötchen

Wer einmal in Hamburg durch die Straßen geschlendert ist, wird nicht an ihm vorbeigekommen sein. Die Rede ist vom Franzbrötchen! Ob traditionell oder mit allerlei Zutaten verfeinert, deftig oder süß, belegt oder pur – das süße Gebäck ist das Highlight jedes Bäckereigeschäfts. Dabei kann man es so einfach zu Hause nachbacken und sich selbst mit ein bisschen Hamburg verwöhnen… Michaela aus dem hohen Norden Deutschlands zeigt uns, wie es geht!

 

Zutaten für die Franzbrötchen

 

Für die Brötchen

500 g Mehl

1 Paket Trockenhefe

210 ml Milch

2 Esslöffel Milch extra

65 g Butter

25 g Wasser

60 g Zucker

2 TL Vanillezucker

5 g Salz

1 Prise Kardamom

Für die Füllung

120 g sehr weiche Butter

100 g brauner Zucker

2 gehäufte TL Zimt

 

Regionale Rezepte Hamburg - Franzbrötchen

 

Die Zubereitung von den Franzbrötchen

 

Für den Teig der Franzbrötchen mischt Ihr Mehl, Zucker, Vanillezucker, Salz und die Hefe zusammen. Erwärmt die 210ml Milch und lasst die Butter in ihr schmelzen. Lasst die Milchmenge auf eine lauwarme Temperatur abkühlen. Mit dem Handrührgerät knetet Ihr alle Zutaten bei geringer Stufe bis sie gut vermengt sind. Stellt dann die Stufe hoch und rührt fleißig bis ein glatter Teig entstanden ist. Der Teig muss nun 30 Minuten bei Zimmertemperatur oder leicht wärmer ruhen. Klingelt die Küchenuhr, schlagt Ihr die Schüssel mit dem Franzbrötchenteig nicht zu stark und nicht zu leicht auf den Tisch – der Teig soll wieder in sich zusammenfallen. Anschließend lasst Ihr ihn wieder 30 Minuten im Warmen gehen.

Für die Zucker-Zimt-Füllung vermengt Ihr ganz einfach nur die beiden Zutaten miteinander. Die Butter benötigt Ihr zum Bestreichen, nicht direkt für die Füllung! Heizt den Ofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vor.

Hat der Teig genug geruht, verstreut Ihr etwas Mehl auf Eurem Arbeitsplatz und rollt den Franzbrötchenteig dünn aus. Je kleiner das Rechteck, desto dicker wird später das Gebäck. Bestreicht alles mit der weichen Butter und streut Eure Füllung auf den Teig. Rollt ihn dann behutsam an der Längsseite auf. Schneidet die Teigrolle in gleichgroße Stücke. Drückt sie für die typische Form zuerst in der Mitte und dann vorsichtig der Länge nach ein – dazu kann man gut einen hölzernen Kochlöffel benutzen. Die Füllung sollte leicht hervorquellen. Lasst die Brötchen noch etwas ruhen, bevor es für circa 15 Minuten in den Ofen geht. Schaut öfters nach Euren Franzbrötchen, sie sollen ja nicht verbrennen! Sehen sie karamellisiert und gut gebacken aus, holt das Gebäck aus dem Ofen und lasst euch die Leckerei mit etwas Marmelade schmecken. Einfach himmlisch!

Der Norden ist näher als man glauben mag. Geschirr mit skandinavischem Touch und faszinierenden Mustern lässt einen gedeckten Tisch erstrahlen. Und wer ganz besondere Gestaltungsideen mag, der kann sich seine Teller, Tassen und Schalen ganz leicht selbst verzieren. So macht das Essen gleich viel mehr Spaß.

 

Regionale Rezepte aus Bayern – Deftig mit Brotzeit und Grießnockerln

 

Obazda

Die bekannte Käsecreme passt toll zur Brotzeit mit Brezn und ist als schneller Aufstrich einfach unschlagbar! Fräulein M. serviert sie mit frisch gebackenem Brot und uns läuft bei dem Anblick ihrer Kreation schon das Wasser im Mund zusammen.

 

Zutaten für Obazda

 

1-2 EL Sahne

1 EL Weiche Butter

100g Rahm-Camembert

1 kleine rote Zwiebel

etwas Schnittlauch

1/2 gehäuften TL Paprikapulver (edelsüß)

Salz, Pfeffer und Kümmel nach Belieben

eventuell etwas Weißbier

 

Regionale Rezepte Bayern - Obazda

 

Die Zubereitung von Obazda

 

Zuerst hackt Ihr eine Hälfte der Zwiebel in kleine, dünne Würfelchen – die andere Hälfte hobelt Ihr in dünne Ringe. Gemeinsam mit Butter und Sahne wird der Camembert zu einer Masse gemischt. Die Zwiebelwürfel werden nun zu der Camembertmasse mit Paprikapulver, Salz, Pfeffer und Kümmel hinzugegeben. Falls Ihr mögt, könnt Ihr noch etwas Weißbier in die Masse einarbeiten. Rührt alles gut unter und schmeckt ab! Nachdem Ihr das Obazda eine Stunde im Kühlschrank habt ziehen lassen, serviert Ihr die Käsecreme mit den Zwiebelringen und etwas Schnittlauch.

Reicht ein leckeres Brot dazu und genießt eine wahre bayerische Brotzeit!

 

Grießnockerlsuppe

Wenn es draußen wieder kälter wird, wärmt man sich gern mit einer warmen Suppe auf. Die bayerische Grießnockerlsuppe schmeckt besonders gut und die fluffige Konsistenz der Nockerln lässt die Speise sanft auf der Zunge zergehen! Beyhan hat das Rezept von ihrer Schwester veröffentlicht und wir finden es so gelungen, dass wir es mit Euch teilen möchten!

 

Zutaten für die Grießnockerlsuppe

 

40 g Butter

1 großes Ei

80 g Hartweizengrieß

2l Fleisch- oder Gemüsebrühe

1/2 Bund gehackte Petersilie

1 Prise Salz

ein Hauch Muskat

 

Regionale Rezepte Bayern - Grießnockerlsuppe

 

Die Zubereitung der Grießnockerlsuppe

 

Nachdem Ihr die Butter schaumig gerührt habt, fügt den Muskat, das Salz und das große Ei hinzu. Mengt die Zutaten unter. Nun kommt der Grieß: Rührt nach und nach den Hartweizengrieß ein, bis ein Teig mit der Konsistenz entstanden ist, mit der Ihr später die Nockerln formen könnt. Der Teig muss eine Stunde abgedeckt im Kühlschrank ruhen.

Ist der Teig fertig, bringt Ihr 2l Wasser zum Kochen und bereitet die Brühe nach Anleitung auf der Verpackung zu. Schaltet die Kochstufe herunter, bis das Wasser nicht mehr stark kocht, sondern nur noch leicht siedet. Formt mit Hilfe von Löffeln aus dem kühlen Teig Nockerln, die Ihr vorsichtig in die siedende Brühe gebt. Nach ungefähr 20 Minuten sind die Nockerl aufgegangen und haben sich in der Größe fast verdoppelt!

Serviert die Grießnockerlnsuppe mit etwas Petersilie. Guten Appetit!

Werden die bayerischen Spezialitäten auf einem tollen, rustikalen Holzbrett und mit der passenden Oktoberfestdekoration serviert, kommen wir uns beinahe so vor, als wären wir tatsächlich gerade auf der Wiesn!

Regionale Rezepte aus Nordrhein-Westfalen – Mit viel Liebe zum Apfelmus

 

Reibekuchen

Schon zu Kindertagen haben wir mit großen Augen darauf gewartet, dass es wieder Reibekuchen mit selbst gemachtem Apfelmus gibt! Die fruchtige Note auf dem Kartoffelpuffer macht das Gericht so einzigartig schmackhaft. Malenes Reibekuchen haben uns ganz überzeugt, denn sie sind schnell gemacht und schmecken fantastisch.

 

Zutaten für Reibekuchen

 

1 kg mehlige Kartoffeln

2 mittelgroße Eier

eine Prise Salz

eine Prise Pfeffer

eine Prise Muskat

Sonnenblumenöl

 

Regionale Rezepte Nordrhein-Westphalen - Reibekuchen

 

Die Zubereitung von den Reibekuchen

 

Schält und putzt die Kartoffeln und reibt sie mit einer Küchenreibe fein ab. Stellt eine geschlossene Schale unter ein Sieb, gebt die geriebenen Kartoffeln in das Sieb hinein und fangt die Flüssigkeit, die herausläuft, in der Schale auf. Nach einigen Minuten sollte sich die Kartoffelstärke am Boden abgesetzt haben. Gießt vorsichtig die Flüssigkeit ab und gebt die Stärke zurück zu den geriebenen Kartoffeln, am besten in einer extra Schüssel. Fügt die Eier hinzu, mengt die Zutaten gut durch und würzt nach Belieben mit Salz, Pfeffer und Muskat. Erhitzt das Sonnenblumenöl in einer Pfanne und gebt einen Esslöffel Teig hinein. Streicht den Teig etwas glatt. Der Reibekuchen muss nun 5 bis 10 Minuten braten. Nachdem Ihr ihn aus der Pfanne geholt habt, tupft Ihr den Puffer von beiden Seiten mit Küchenpapier ab.

Serviert die Reibekuchen mit selbst gemachtem Apfelmus und lasst Euch Euer nordrhein-westphälisches Hauptgericht schmecken!

 

Apfelmus

Apfelmus geht immer. Zur Vorspeise, als Beilage zum Hauptgericht wie bei echt rheinisch-westfälischen Reibekuchen oder Himmel un Ähd oder als Dessert – wir können davon gar nicht genug bekommen! Im Herbst ist die Apfelernte reich ausgefallen und wir können die Früchte in spannenden Rezepten verarbeiten. Das Apfelkompott – ebenfalls von Malene – kommt ohne Unmengen an Zutaten aus und Ihr könnt es innerhalb von nur 40 Minuten nachkochen.

 

Zutaten für Apfelmus

 

1 kg saure Äpfel

Zucker

Zimt

 

Regionale Rezepte Nordrhein-Westphalen - Apfelmus

 

Die Zubereitung vom Apfelmus

 

Apfelkompott selbst zu kochen ist wirklich ziemlich einfach. Schält die Äpfel, entfernt die Kerne und schneidet das Obst in kleine Stücke. Gebt die Apfelstücke mit etwas Wasser in einen Topf und erhitzt alles auf höchster Stufe. Kocht die Äpfel weich bis die gewünschte Konsistenz nach ungefähr 40 Minuten erreicht ist, rührt dabei immer wieder um und gießt Wasser nach, wenn das „alte“ Wasser verkocht ist. Fügt noch nach Belieben Zimt und Zucker hinzu, passt danach aber auf, dass der Zucker nicht verbrennt und Ihr die Kochplatte nicht zu hoch eingestellt habt. Ist das Mus doch zu grob geworden, könnt Ihr es mit einem Pürierstab weiter zerkleinern.

Genießt Euer eigenes Apfelmus zu Puffern, Kartoffelbrei, pur oder mit Vanillesoße! Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Apfelmus als Dessert isst man am besten aus verzierten Schalen. Doch auch Rezepte wie der Apfelmuskuchen haben es uns angetan!

 

Die deutsche Küche hat so viel zu bieten und wir freuen uns immer wieder über ihre Vielfalt! Wir wünschen Euch viel Spaß beim Nachkochen der regionalen Rezepte ♡

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Kommentare (1)
  • Beyhan - 12. Januar 2017

    Hallo ihr Lieben!

    Habe eben per Zufall die Erwähnung hier für „meine“ Grießnockerlsuppe entdeckt und freue mich riesig darüber :-)) vielen lieben Dank fürs Nachkochen und für die Empfehlung.

    Ganz liebe Grüsse
    Beyhan x