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Homestories

Stilmix aus Scandi und Industrial: Ein Altbautraum in Hamburg

Dezember 30, 2018 | 0

Josephine

Wir freuen uns, Euch unsere erste WOHNKLAMOTTE Homestory präsentieren zu können. Unser VIB Norina von @norilavie hat für uns die Türen zu ihrer Hamburger Altbauwohnung geöffnet, die in einem spannenden Mix aus Industrial und Scandi eingerichtet ist. 

 

Ihr bekommt exklusive Einblicke in Norinas Zuhause und sie verrät uns ihre persönlichen Dekotipps. Außerdem sprechen wir über das größte Manko in ihrer Wohnung und wie sich dieses mit den richtigen Interior-Tricks lösen lässt.

Norina in ihrer Hamburger Altbauwohnung in ihrem Wohnzimmer.

 Die liebe Norina hat fast immer ein Strahlen im Gesicht. Grund genug dazu hat sie definitiv! Gemeinsam mit ihrem Freund wohnt sie in einer gemütlichen Dreizimmerwohnung, im Herzen von Hamburg. Die Stadtwohnung ist für zwei Personen vorteilhaft geschnitten und erstreckt sich über 67 Quadratmeter. 

 

So wohnt Norina in Hamburg Hoheluft

Mitten im Stadtviertel Hoheluft hat Norina vor ziemlich genau vier Jahren mit ihrem Freund zusammen eine hübsche Altbauwohnung bezogen. Die Suche dauerte natürlich seine Zeit und erfolgte, wie so oft in Hamburg, mit Makler. Doch das Warten hat sich für die beiden definitiv gelohnt, denn nach der Sanierung war das neue Heim bereit für den Erstbezug.

Grundriss von Norinas Hamburger Altbauwohnung.

Fenster, Küche und Badezimmer wurden komplett erneuert, was gerade bei einem Altbau goldwert sein kann. Denn neben den Freuden einer schönen Stuckdecke, können die Heizkosten ohne Isolierung deutlich höher sein, als in einem Neubau.

 

Wohnzimmer in Altbauwohnung mit grauem Ohrensessel und Regal aus Holz und schwarzem Metall.

 

Anfangs zierten noch bunt zusammengewürfelte Überbleibsel aus der Studentenzeit die Wohnung. Diese wurden jedoch nach und nach durch coole Interior Items im Industrial-Stil ausgetauscht. Das Herzstücks des Wohnzimmers ist allerdings ein individuelles Einzelstück, ein stylischer Holztisch, der von einem Freund persönlich angefertigt wurde.

 

Josephine: Als Du mit Deinem Freund zusammengezogen bist, hat er hier auch etwas dekoriert oder ist das Dein Part?

 

Norina: (Lacht) Dass stammt tatsächlich alles von mir. Ich habe die Hoheit was die Einrichtung in der Wohnung angeht. Natürlich mache ich nicht einfach so etwas und stelle ihn vor vollendete Tatsachen, das wäre ein bisschen fies. Vieles spreche ich im Voraus mit ihm ab, besonders was größere Anschaffungen oder Veränderungen betrifft. Kleinere Sachen, wie eine neue Vase oder so kaufe ich aber einfach!

Norinas Lieblingsprodukte

Beistelltisch

329,97 €

Wandregal

68,99 €

Zeitschriftenhalter

165 €

Teppich in Schwarz

65,99 €

Schwarzes Zeitschriftenregal an der Wand hängend und Bücherleiste mit Bilderrahmen.

 

Der Stil: Industrial mit einer Prise Scandi

Norinas Zuhause lässt sich nicht in eine Schublade packen. Neben massiven Holzmöbeln finden wir hier auch filigrane Accessoires im skandinavischen Design. Zusammen ergibt das eine ganz persönliche Mischung. Denn Norinas Credo lautet: „Nie eins zu eins etwas von jemand anderem nachmachen. Das funktioniert auf Dauer nicht. Was in der einen Wohnung gut aussieht, passt in einer anderen Wohnung wiederum gar nicht. Am Ende gilt: Wenn es Dir gefällt, mach es!“  

 

Die eher gedeckte Farbwelt, mit Grau, Salbei und Grün, ist ein Element in Norinas Stilmix, das die beiden Stilrichtungen miteinander verbindet. Als wiederkehrendes Material ist naturbelassenes Holz in den unterschiedlichen Räumen die Basis, auf der alle weiteren Wohnaccessoires aufbauen.

 

Am wertvollsten für Norina ist wohl der Couchtisch aus Holz und schwarzem Metall, den ein Freund von ihr selbst gemacht hat. Dieser steht auch beispielhaft für den Industrie-Look, mit seiner rustikalen Optik und den schnörkellosen Metallbeinen. Im Gegensatz dazu finden wir auch Kissenbezüge in leichten Pastellfarben und schlichte Designs, wie das String Regal, die für eine skandinavische Komponente sorgen. 

 

Wohnzimmer in Altbauwohnung mit String Regal an der Wand und Regal mit Glastüren.

 

Was bedeutet eigentlich Industrial-Stil?

 

Die Stilrichtung orientiert sich an der Architektur und Ausstattung alter Fabrikgebäude. Damalige Arbeitsutensilien, wie Werkbänke, Paletten oder Weinkisten wurden erstmals Ende der 70er zu Wohngegenständen umfunktioniert und gelten heute als stylische und authentische Accessoires. Besonders typisch für den Stil sind unverputzte Backsteinwände, Betonböden und schwere funktionale Holzmöbel. In großen, offenen Räumen lassen sich solche Elemente optimal herrichten, jedoch kann auch in kleineren Wohnungen das Feeling geschaffen werden, wie wir an Norinas Wohnung sehen können.

 

Wohnzimmer in Altbauwohnung mit grauem Ecksofa und String Regal an der Wand.

   Der eine Designklassiker, in den Norina am meisten investiert hat, ist das String Regal an der Wand. 

 

Was macht den Scandi-Stil aus?

 

Schlichtheit ist beim Scandi-Stil wohl das allerwichtigste. Sowohl in der Farbpalette, als auch in den Formen setzen die Skandinavier auf elegante Klarheit ohne unnötigen Schnickschnack. Möchte man den Stil in seinen eigenen vier Wänden umsetzen, sollte man jedes Möbelstück mit Bedacht wählen und ansonsten viele Freiflächen lassen. Pastellfarben bestimmen hier maßgeblich das Farbbild und harmonieren perfekt mit natürlichen Materialien, wie Wolle und Leinen. Für das richtige „Hygge„- Gefühl einfach praktisch und minimalistisch denken und anhand dessen das Mobiliar auswählen.

String Regal an der Wand mit Deko und Hängepflanze.

 

WOHNKLAMOTTE Tipp: „Der Stilmix lebt davon mutige Kontraste miteinander zu verbinden. Um auch Ruhepole zu schaffen: einen ruhigen mit einem knalligen Stil kombinieren.“

Offenes Wohn- und Esszimmer mit Esstisch aus Holz und Vase mit Blumen darauf.

 

Was auffällig ist, auch wenn es Norina verneint, sie scheint einen grünen Daumen zu haben. Überall sind große und kleine Pflanzen platziert, die den Räumen Frische verleihen und den Industrial Look urban machen. Ein zweites, dominantes Dekorelement in Norinas Räumen sind Bilder. In verschiedensten Varianten, als Fotos, Grafiken oder Zeichnungen zieren sie Wände und Regale. Mal einzeln für sich stehend, mal in Collagen an der Wand. Aber egal, in welchem Raum man sich befindet, man bleibt kurz stehen und betrachtet die Art Walls.

 

Esszimmer mit Sideboard aus Holz und Deko darauf.

 

Josephine: Hast Du einen grünen Daumen oder werden die Pflanzen hier oft ausgetauscht?

 

Norina: Es ist mal so, mal so. Ich würde sagen, viele bekomme ich wieder aufgepäppelt, wenn sie einmal die Blätter hängen lassen. Das ist auch bei der Arbeit so. Ich habe immer die grüne Pflanzenstation bei mir, weil ich von den Kollegen immer alles hingestellt bekomme. In dieser Wohnung ist es aber tatsächlich auch ein bisschen schwierig, da sie im Erdgeschoss liegt und daher nicht so viel Licht hineinkommt. Wer das Problem kennt, weiß wahrscheinlich auch, dass Efeututen sich in so einem Fall besonders gut eignen. Meine wachsen sogar so doll, dass ich sie bereits über die Lampe hängen kann.

 

Offenes Esszimmer mit grünem Teppich und Esstisch aus Holz.

  Das offene Wohn- und Esszimmer wird durch durch den einheitlichen Einrichtungsstil und die abgestimmte Farbpalette harmonisch verbunden. 

 

Fine: Hast Du einen goldenen Schnitt für Deine Bilderwand? Hängst Du sie nach System auf oder einfach Stück für Stück, wenn eines dazukommt?

 

Norina: Mit der Zeit habe ich es tatsächlich so gemacht, dass ich alle Bilder auf den Boden gelegt habe, um zu schauen, wie es am besten aussehen könnte. Aber ich habe kein System, das z. B. alle ganz bündig an einer Kante sein müssen oder so. Da bin ich lieber etwas freestylemäßiger unterwegs und schaue, dass sich am Ende alles für mich harmonisch zusammenfügt. 

Esstisch

529,99 €

Stuhl in Schwarz

166,99 €

Stehlampe

126,90 €

Pendelleuchte

76,90 €

Josephine: Warum hast Du Dich dazu entschieden aus den beiden offenen Räumen Wohn- und Esszimmer zu machen?

 

Norina: Ich bin ein Freund von separaten Räumen. Das Esszimmer war vorher ein Arbeitszimmer, was wir aber kaum genutzt haben und in dem ich nur Wäsche aufgehängt habe. Von daher war ich etwas traurig darüber, dass ich keinen wirklich Raum habe um Gäste zu empfangen.

 

Daraufhin habe ich dann in einer Nacht-und-Nebel-Aktion zu meinem Freund gesagt, ich glaube, ich mache daraus ein Esszimmer. Er war dann noch ein bisschen schlaftrunken und meinte  nur: Joa okay. Zwei Tage später habe ich nochmal gefragt und er war immer noch einverstanden. In meinem Kopf stand aber schon der komplette Plan und somit habe ich es dann einfach gemacht.

 

Schlafzimmer mit schwarzer Kommode und Wandregal drüber.

 

Josephine: Euer Schlafzimmer ist ja sehr weiß gehalten,  etwas anders als die anderen Räume. Nach welcher Idee seid Ihr hier vorgegangen? 

 

Norina: Genau, es ist tatsächlich ein bisschen anders. Unser Schlafzimmer ist auch der größte Raum in der Wohnung. Das heißt hier müssen auch relativ viele Funktionen erfüllt werden.

Unser Bett hat aber auch großräumige Bettkästen, die wir super als Stauraum für Winterjacken und Bettwäsche nutzen können. Zudem muss man bedenken, dass es in der Wohnung keinen Abstellraum gibt. Das heißt in unserem großen Schrank müssen sowohl Kleidung als auch Wäscheständer, Staubsauger usw. Platz finden.

 

Grundsätzlich ist der Raum so weiß, weil ich aufgrund der Lichtsituation etwas ängstlich bin, was das angeht. Ich finde es total cool, wenn Leute mutig sind und farbige Wände haben, aber hier wäre es wohl eher kontraproduktiv. Ein paar schwarze Elemente, wie die Kommode gibt es hier ja. Die jetzige Lampe möchte ich aber tatsächlich noch austauschen und durch eine leichtere Variante ersetzen, die den luftigen Charakter noch mehr unterstützt.

 

Schlafzimmer mit Doppelbett vor dem Fenster und Wandregalen mit Deko.

Dunkle Räume heller gestalten

 

Was auf den ersten Blick sehr sympathisch an der Wohnung erscheint, ist doch ab und an ein Ärgernis für Norina: die Wohnung liegt im Erdgeschoss. Somit ist Tageslicht an Tagen mit Hamburger Schietwetter eher spärlich gesät und man muss sich zu helfen wissen. Als Sichtschutz hat Norina überall Plissees in den Fenstern, die zwar lichtdurchlässig aber blickdicht sind.

 

Zudem hat sie sich für viele kleine, indirekte Lichtquellen entschieden, die die Räume auch an den Rauminnenseiten hell erscheinen lassen. Im Schlafzimmer, das durch die davor stehenden Bäume und Sträucher zwar schön geschützt ist, aber dadurch auch eben wenig Tageslicht hat, arbeitet sie zusätzlich mit hellen Möbeln.

 

Weißes IKEA Doppelbett mit Bilderwand dahinter.

Regal im Flur mir Deko und Duftkerze darauf.

Fine: Dein Tipp, wie findet man seinen eigenen Wohnstil?

 

Norina: Es gibt tatsächlich einen Trick, mit dem sich der Grundstein jeder Einrichtung gekonnt legen lässt. Es braucht eigentlich nur ein Lieblingsteil, dass einen z. B.  schon lange begleitet, an dem sich der Rest des Interieurs orientieren kann. Auf diese Weise fällt es viel leichter, einen harmonischen Wohnstil zu schaffen, der sich durch alle Räume zieht.

 

Fine: Ihr habt viele schöne Teppiche in der Wohnung, ist das so, weil es hier ein bisschen Fußkalt ist oder bist du einfach ein großer Teppichfan?

 

Norina: Beides. Also ich finde schon, dass gerade Fliesen ohne Fußbodenheizung auch gerade jetzt im Winter sehr kühl sein können. Ich habe den Teppich hier irgendwann mal so testweise hingelegt und dachte, der passt hier ganz gut hin, da es ein ganz witziger Mix ist und jetzt kann ich es mir nicht mehr ohne ihn vorstellen. Ich finde, das macht es einfach direkt viel wohnlicher.

Fine: Eine Frage zum Schluss – Muss bei Dir von Anfang an alles perfekt sein oder machst Du lieber alles Stück für Stück? 

 

Norina: Da schlagen definitiv zwei Herzen in meiner Brust. Ich habe Phasen, da denke ich, jetzt muss alles total perfekt sein, weiß aber selber, dass es eigentlich Quatsch ist. Es macht ja auch viel mehr Spaß, wenn man so auf “Trüffelsuche” gehen kann. Wenn man einfach nur Sachen kauft, gefallen sie einem schnell wieder nicht und man zahlt am Ende nur drauf. Mein String Regal ist meine bisher größte Investition. Also: lieber etwas Zeit lassen und es dafür irgendwann richtig schön haben.  

 

Hab vielen Dank liebe Norina, dass wir einen Blick in Dein schönes Heim werfen durften. Wir konnten uns so manch fabelhafte Einrichtungsideen abschauen!

Checkliste für diesen Look

+ Mutig rustikale Elemente mit schlichten Skandinavischen Möbeln mixen.

+ Bei der Möbelauswahl auf Funktionalität achten, um viel Stauraum zu schaffen.

+ Wände in klassischem Weiß halten, für offen wirkende Räume.

+ Wähle Pflanzen, die auch mit wenig Licht auskommen. Z. B. Efeututen.

+ Verwende für den Boden helle Materialien oder Teppiche für ein offenes Raumgefühl.

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