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Die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin: ein Kunsthandwerk für alle Generationen

Juli 8, 2017 | 0

Aurelija

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Anis und Lavendel liegen in der Luft, zahlreiche süßliche Gerüche, die kaum zu fassen sind. Die Räumlichkeiten erinnern an klassische Fachwerkhäuser mit vielen Fenstern und hellen Räumen. Seit über 250 Jahren schaffen Designer und Künstler hier generationsübergreifende Kunstwerke: handgefertigtes Porzellan.

 

KPM Vasen mit weisser Grundfarbe nach Glasur in Manufaktur

 

Die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin kreiert mit ihren hochwertigen Arbeiten ein zeitloses Design, das wir bei Omas Sonntagsgedeck bewundern können und bei uns Interior-Liebhabern zu einem absoluten Key Piece geworden ist.

 

KPM Berlin Vase neben großem Monstera Baum

 

Faszinierend sind die verschiedenen Kollektionen, bei denen für jeden Geschmack das perfekte Einzelstück dabei ist – vom klassischen Kurland bis hin zu den klaren Linien der LAB Designs.

 

Die Manufaktur

Ich wollte dem ganzen Phänomen Porzellan mal genauer auf den Grund gehen und durfte einen Tag hinter die Kulissen schauen. In exklusiver Begleitung von Thomas Wenzel, dem Leiter der künstlerischen Entwicklungsabteilung, bekam ich einen faszinierenden Einblick in das Handwerk. Dabei konnte ich miterleben, welchen Weg ein solches Porzellanstück bis zu seiner Endverarbeitung geht:

 

Frauen Figuren Königliche Porzellan Manufaktur Berlin aus 90 Einzelteilen

 

Die Herstellung von Porzellan ist zeitaufwendig und erfordert Erfahrung und Präzision. Mithilfe einer Zeichenvorlage eines Künstlers fertigt der Modelleur per Hand ein Modell an. Dabei können komplexe Formen aus mehr als 80 Einzelteilen bestehen. In einem mehrstufigen Verfahren muss die Masse anschließend gegossen bzw. geformt werden.

 

Wie wird Porzellan hergestellt?

Beim Garnieren werden die Einzelteile zu einer Arbeitsform zusammengefasst. So besteht beispielsweise eine Kaffeekanne mit Körper, Tülle, Henkel, Deckel und Knopf aus bis zu 11 oder sogar 15 Formteilen.

 

Weiß Eintauchen nach Blaufärbung

 

Bei dem ersten Brand, dem Verglühbrand, wird den Scherben bei 980° C das Wasser entzogen. Danach werden die Stücke beim Blautauchen in blaue, organische Farbe getaucht. So werden für das bloße Auge unsichtbare Fehler sichtbar gemacht, denn nur einwandfreie Exemplare erhalten das königliche Markensymbol der Berliner Manufaktur.

Beim Glasieren wird das Porzellan von Hand in die Glasur getaucht und mit dem Gut- oder Glattbrand bei 1420° C fixiert.

 

Das Bemalen von Porzellan: Der Vorgang und die Motive

Die Manufaktur ist bekannt für ihre naturalistische Blumenmalerei. Frei von Hand gemalt bestimmt jeder Künstler die Gestaltung selbst: So ist jedes Stück ein Unikat

Malerei KPM: Porzellan-Vasen werden Monatelang bemalt

 

Lieblich-süßliche Gerüche schweben durch die Manufaktur, die beim Bemalen durch ätherische Öle entstehen, denn beispielsweise Lavendel eignet sich perfekt für die Verflüssigung von Farbe.

 

Veredelung und das königliche Zepter

Vergoldet werden die edlen Porzellane mit 24-karätigem Poliergold: matt-gebürstet, graviert oder auf Hochglanz poliert.

Das berühmte Markenzeichen des Porzellans ist ein kobaltblaues Zepter. Ein Symbol der Geschichte und ein Sinnbild des Königlichen. Bevor ein Stück das Zepter erhält, durchläuft es zahlreiche Arbeitsschritte und Qualitätskontrollen – perfektioniert bis zum Meisterwerk. Bevor eines der Liebhaberstücke mit dem Symbol der Manufaktur versehen wird, wird es bei ca. 860° C, dem sogenannten Muffelbrand, abschließend gebrannt.

 

Chefdesigner Thomas Wenzel und sein Atelier

Ich durfte sogar hinter die Kulissen des bekannten Chefdesigners schauen und konnte die Kreativität im Raum kaum fassen.

 

Thomas Wenzel Atelier in der KPM Manufaktur Berlin

 

Nach diesem inspirierenden Tag in der Manufaktur bin ich noch vernarrter in diese stilvollen Arbeiten – ein Herzstück, das in meinen vier Wänden nicht mehr fehlen darf! Seid Ihr auch neugierig auf die wunderschönen Unikate geworden? Dann überzeugt euch selbst bei einem Besuch in der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin.



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