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Sabine Kray – Freiheit von der Pille

Januar 5, 2018 | 3

Josephine

Als ich in Frankfurt auf der Buchmesse war, war ich auf der Suche nach Interior Bildbänden, Rezeptbüchern oder den einen oder anderen Bestseller, die ich Euch auf dem Blog vorstellen wollte. Was ich gefunden habe, war eine neue Ansicht über etwas, was wir fast ausnahmslos als selbstverständlich in unseren Alltag integriert haben, ohne darüber nachzudenken, was es genau ist und was es mit uns macht. Wovon ich spreche? Hormonelle Verhütung. Ein Thema, welches vielleicht nicht das üblichste auf unserem Blog ist, ein Thema, was aber in der Gesellschaft aktuell stark diskutiert wird und wo ich zumindest Denkimpulse setzen möchte. Denn so ist es auch bei mir passiert.

 

Fine sitzt mit dem Manuskript "Freiheit von der Pille" am Tisch

 

Ich war an dem Stand von Hoffmann und Campe und unterhielt mich mit Jule über einige spannende Neuerscheinungen, da stand sie plötzlich auf und sagte, ich hab was für dich, nein, ich habe wen für dich. Nur Minuten später lächelte sie mich, gefolgt von Sabine Kray an und wir wurden einander vorgestellt. Sabine arbeitet als Autorin und Übersetzerin in Berlin, wo sie sich als Mentorin für junge Mädchen bei der Bürgerstiftung Neukölln engagiert. Ihr Essay für die Zeit in der Rubrik Zehn nach Acht “Die Antibabypille ist unzumutbar” schlug ein, wie eine Bombe, nun folgt das Buch. Vielleicht hätte mich das Thema nicht so interessiert, wenn Sabine nicht so eine spannende Persönlichkeit wäre, aber ich verabredete direkt mit ihr, dass wir uns bei meinem nächsten Berlinbesuch treffen würden. Bis dahin hatte ich Zeit, das Manuskript (das Buch war noch nicht veröffentlicht) zu lesen.

 

Bild von oben mit dem Buch "Freiheit von der Pille" von Sabine Kray mit Smarties und Pillenpackung

 

Ein Fakt, der an mir nagt: Frauen nehmen seit Jahrzehnten die Pille, trotz der Nebenwirkungen. Die Pille für den Mann ist noch nicht einmal zugelassen, genau wegen der Nebenwirkungen. Ich möchte gar nicht fragen, wer sich das ausgedacht hat. Die Pille galt lange Zeit als Instrument der sexuellen Befreiung. Doch hinter dem hormonellen Verhütungsmittel verstecken sich nicht unerhebliche Nebenwirkungen. Und man sollte doch zumindest einmal hinterfragen, was man mit seinem Körper macht.

Denn wie den meisten unter uns ging es Sabine Kray auch im Teenager Alter so, dass sie die Pille einfach verschrieben bekam, quasi als alternativlose Methode und bis vor kurzem das einfach so hinnahm. Mehr durch einen Zufall ließ sie sie dann weg und begann die Veränderung zu beobachten. Heute gibt es für sie keine Weg mehr zurück. Ich habe nachgefragt, wie und was sich bei ihr verändert hat.

 

Interview mit Sabine Kray

 

Wie kam es zu dem Thema des Artikels?

 

Sabine Kray: Den Artikel zu der Pille habe ich geschrieben, weil mich das Thema ganz persönlich berührt. Ich habe 17 Jahre lang hormonell verhütet und dann irgendwann die Pille abgesetzt. Zunächst hat sich das so ergeben, ohne einen massiv kritischen Anspruch zu haben. Doch dann habe ich schnell festgestellt, dass es mir anders geht. Mein Wohlbefinden und auch die Libido haben sich positiv verändert. Ich habe eine Zeit lang gezweifelt, einen Artikel über dieses Thema zu schreiben und öffentlich über meine Libido zu sprechen.

Aber nachdem ich mit Freundinnen gesprochen habe, stellte ich fest, wie viele Frauen dieses Thema wirklich beschäftigt. Und dann kam ich irgendwann an den Punkt, zu sagen: So jetzt schreibe ich es doch! Nach der Veröffentlichung des Artikels war ich erst mal überrascht, wie das Thema durchgeschlagen ist.

Daraufhin hat mich der Verlag gefragt, ob ich nicht Lust hätte ein Buch zu der Pillen Problematik zu schreiben.

 

Fine sitzt mit Sabine Kray in einem Café und führt ein Interview

 

Du hast in deinem Buch erwähnt, dass du ursprünglich aufgehört hast die Pille zu nehmen, weil du das Rezept nicht mehr bekommen hast. Somit hast du dich vorher gar nicht so richtig mit dem Thema auseinander gesetzt?

 

Sabine Kray: Nein, gar nicht. Das war auch einer der Gründe für das Buch, weil ich gemerkt habe: Wow, ich habe mich da einfach überhaupt nicht informiert. Und ansonsten bin ich ein sehr bewusster bzw. gesundheitsbewusster und auch politischer Mensch. Ich habe mich aber bei dem Thema weder mit feministischen Perspektiven noch mit den gesundheitlichen Komplikationen auseinandergesetzt, jenseits von Embolie und Thrombose. Diese Nebenwirkungen waren mir bewusst, während ich die Pille einnahm, jedoch dass da sehr viel mehr sein könnte, nicht. Schockierend für mich war, dass so viele Menschen die Pille mit einer großen Selbstverständlichkeit einnehmen – so als wenn man sich Salz auf das Essen streut.

 

Warum denkst du, dass die Ärzte diese Problematik nicht thematisieren? Warum wird die Pille, lapidar gesagt, wie Smarties an jedes junge Mädchen herausgegeben?

 

Sabine Kray: Ich glaube, das hat verschiedene Aspekte. Auf der einen Seite herrscht eine sehr große Angst vor Teenager Schwangerschaften – zu Recht. Auf der anderen Seite könnte man diese Schwangerschaften natürlich auch anders verhindern. Der Hauptnutzen der Pille ist Verhütung und die kann auch auf anderen Wegen erreicht werden. Zumal bei der Einnahme der Pille von Teenagern Anwendungsfehler eine sehr große Rolle spielen. Das heißt, wenn Teenager schwanger werden, dann liegt es nicht daran, dass sie gar nicht verhüten. Es ist ihnen eher nicht gelungen, korrekt zu verhüten.

Oft ist es so, dass Ärzte weniger gut aufklären. Denn sie werden in ihren Fortbildungen, die meist von der Pharmaindustrie ausgerichtet werden, sehr exklusiv über hormonelle Verhütung beraten und andere Verhütungsmittel spielen keine große Rolle.

 

Ärzte empfehlen oft die Pille ein halbes oder sogar ganzes Jahr durch zu nehmen, ohne überhaupt zu unterbrechen.

 

Sabine Kray: Ja genau, das liegt daran, dass die Pille nach wie vor die Cash Cow der Pharmaindustrie ist. Nach dem Skandal mit den Pillen der dritten und vierten Generation sind in Frankreich sehr viele Frauen abrupt auf die Kupferspirale umgestiegen. Das führte dazu, dass Bayer begonnen hat eine Kupferspirale herauszubringen. Trotzdem ist dieses Verhütungsmittel weniger lukrativ. Bei der Kupferspirale hast du zwar hauptsächlich die Primärkosten, jedoch muss die Spirale immer preiswerter werden, je länger sie auf dem Markt ist. Aus diesen Gründen pusht die Pharmaindustrie die Ärzte immer weiter in die Richtung der hormonellen Verhütungsmittel.

Auf der strukturellen Seite unseres Gesundheitssystems ist es so, dass Frauenärzte die Kupferspirale nicht gerne einsetzen, weil auch sie wenig damit verdienen. Ich habe mit einer Gynäkologin von Pro Familia gesprochen, die mir das bestätigen konnte. Dort sind junge Frauen in die Beratungsstelle gekommen, um sich die Kupferspirale einsetzen zu lassen. Für den jeweiligen Frauenarzt sei es nicht lukrativ genug gewesen.

 

Obwohl die Ärzte bei der Pille ja eigentlich nur ein Rezept verschreiben und noch nicht mal eine richtige Behandlung abrechnen?

 

Sabine Kray: Der Arzt muss sich für die Pille nur für ein 15-minütiges Beratungsgespräch Zeit nehmen. Dagegen ist es sehr aufwendig die Spirale einzusetzen und ist zusätzlich noch weniger gut vergütet.

Ein weiteres strukturelles Problem liegt bei den Krankenkassen. Diese übernehmen die Kosten der Verhütung von jungen Frauen bis zum 20 Lebensjahr. Die Übernahme der Kosten für die Spirale lehnt die Kasse allerdings selbst bei jungen Frauen ab. Mit der Begründung, dass die Spirale mit einer Lebensdauer von circa fünf Jahren, über den 20. Geburtstag hinaushält. Somit müssten die Eltern die Kosten von ungefähr 400 bis 500 Euro selber tragen oder es wird sich für die kostengünstigere Alternative der Pille entschieden. Wenn also andere wirksame Verhütungsmittel so schwer zugänglich gemacht werden, kommt dies dem Ausschleichen der Pille nicht zugute.

 

Fine sitzt in einem Café und führt ein Interview mit Sabine Kray

 

Ja, das stimmt. Was sind denn für dich die prägnantesten Nebenwirkungen der Pille?

 

Sabine Kray: Das ist sehr schwierig zu konkretisieren. Eine explizit nachgewiesene Nebenwirkung ist ein statistisch signifikanter Rückgang im allgemeinen Wohlbefinden, der sich in Placebo Studien gezeigt hat. Zusätzlich ist mir der mögliche Verlust oder die Einschränkung der Libido sehr wichtig. Darüber hinaus gibt es ganz verschiedene Phänomene, die immer wieder mit der Pille in Verbindung gebracht wurden. Allerdings ist es leider sehr schwierig in medizinischen Studien subtile, psychologische Phänomene nachzuweisen. Wir können uns das so vorstellen: Ein Team von Forschern kommt innerhalb einer Untersuchung zu einem Ergebnis. Dann muss dieses Ergebnis für die Glaubwürdigkeit repliziert werden. Doch bei der zweiten Untersuchung kommen die Forscher wieder zu einem anderen Ergebnis. Das liegt wirklich daran, dass wir nach wie vor nicht die Mittel und Wege haben, so fein zu messen, wie die Hormone in unserem Körper aktiv sind. Zudem sind Hormone in unserem Körper sehr individuell. Jeder kommt mit einer sehr unterschiedlichen Grundausstattung von Hormonen auf die Welt. Das heißt an der Stelle, eine zuverlässige und messbare Effektstudie durchzuführen, ist wahnsinnig schwierig. Der logische Menschenverstand jedoch sagt mir, dass die Pille einen Effekt auf uns haben muss.  

Obwohl es natürlich auch die Frauen gibt, die bei der Einnahme der Pille wirklich keine Effekte verspüren. Solange diese Frauen sich dahin gehend informieren, was die möglichen psychologischen Effekte und die möglichen Langzeit-Effekte sind, soll natürlich jeder seine eigene Entscheidung treffen.

 

Siehst du denn eine echte Alternative zur Pille? Oder denkst du, es sollte eher eine neue Generation der Pille geben? Denn ich habe leider bis jetzt nur sehr viel Negatives über die Spirale gehört und ich denke Kondome sind auch keine Dauerlösung.

 

Sabine Kray: Ich denke nicht, dass wir eine neue Generation der Pille bekommen werden. Da die Pharmaindustrie so gut mit der Pille verdient, dass sie tatsächlich in den letzten 10 Jahren komplett aufgehört hat, in die Weiterentwicklung zu investieren. Dementsprechend bleibt die Hoffnung, dass private Stiftungen etwas zur Verbesserung beitragen.

Bei der Kupferspirale ist der Erfolg sehr abhängig von deinem Frauenarzt: Wie gut ist er informiert und wie geübt im Einsetzen des Verhütungsmittels. Bei Pro Familia habe ich zum Beispiel gelernt, dass Menstruationsbeschwerden durch eine zu große Spirale ausgelöst werden. Ich persönlich kann besser mit Menstruationsschmerzen und einer starken Periode umgehen, als mit der Vorstellung, dass in meinem Körper Hormone am Werk sind und ich nicht wirklich Herr meiner Sinne bin. Ich kenne auch eine Reihe von Frauen, denen es sehr gut mit der Spirale geht. Ich glaube, es lohnt sich, das Experiment einfach mal zu wagen.

Und zuletzt ist die natürliche Familienplanung ein ganz tolles Thema. Es gibt nur sechs fruchtbare Tage während des Zyklus. Wenn wir noch zwei Tage vorher und nachher einen Puffer darauf legen, sind es 10 Tage. Somit gibt es ganze 20 Tage, wo wir komplett entspannt sein können, weil wir nicht schwanger werden können. Diese Methode der Verhütung zu erlernen ist sehr leicht und genauso sicher wie die Pille. Diese Variante der Verhütung erfordert natürlich Disziplin. Die Pille suggeriert uns quasi eine Idee von Sorglosigkeit und Einfachheit, doch der Preis den wir dafür zahlen ist hoch.

 

Würdest du der Aussage “Es gäbe mit Sicherheit schon eine Alternative, wenn Männer das Problem hätten” zustimmen?

 

Sabine Kray: Ich denke, da ist etwas Wahres dran. Schon allein, wenn man sich die Technologie rund um die Menstruation mal anschaut. Ich habe mir zum Beispiel gerade die Thinx Unterwäsche, von zwei Amerikanerinnen, bestellt. Diese Unterwäsche fängt eine Menstruationsblutung von bis zu zwei Tampons auf und du musst nichts mehr zusätzlich benutzen. Keine gebleichte Baumwolle und klebrige Einlagen mehr. An dieser Stelle würde ich mutmaßen, wenn das ein Problem von Männern wäre, hätte das alles ganz anders ausgesehen.

Um noch mal auf die Pille zurückzukommen: Das Problem mit der Libido ist schon seit den 70er Jahren bekannt. Die Einschränkung der Libido wurde aber damit begründet, dass Frauen eh etwas frigide sind und generell weniger Lust als Männer hätten. Heutzutage ist diese Ansicht massiv infrage gestellt worden. Aber da weibliche Lust oft auch als bedrohlich und fordernd angesehen wird, war der Dämpfer vielleicht gar nicht so unerwünscht.

 

Hast du bis jetzt schon Resonanz zu deinem Buch erhalten?

 

Sabine Kray: Ja, besonders aus meinem persönlichen Umfeld, da das Buch erst seit kurzer Zeit draußen ist. Viele Frauen werden ihre Verhütungsmethode daraufhin noch mal überdenken. Mit einer Freundin von mir habe ich mich allerdings ein wenig in die Wolle bekommen. (lacht)

 

Hast du eigentlich eine Kennzahl, wann die meisten Frauen beginnen die Pille zu nehmen?

 

Sabine Kray: Sehr viele Frauen beginnen mit der Pille schon unter dem 18. Lebensjahr. Ungefähr 20 Prozent nehmen die Pille das erste Mal mit 15 und 70 Prozent mit 17 Jahren.

 

Hast du das Gefühl, dass die Verhütungsmethode einen Einfluss auf die Partnerwahl hat?

 

Sabine Kray: Es gibt zu diesem Thema eine Studie, die diese Aussage belegt. Obwohl wir hier wieder das gleiche Problem haben: Ist diese Studie replizierbar? Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen. Seitdem ich die Pille nicht mehr nehme, habe ich ein sehr viel intensiveres “Ja-Gefühl”, wenn es um einen bestimmten Mann geht.

 

Aussicht Berlin Spree

 

Aber es ist jetzt nicht so, dass du deine Vorlieben von blond auf brünett gewechselt hast?

 

Sabine Kray: (lacht) Ne, aber in diesem Zusammenhang ist interessant zu erwähnen, dass Frauen in der ersten Zyklusphase tendenziell auf stark wirkende Männer mit markanten Gesichtszügen stehen – alles, was auf viel Testosteron und Stärke hindeutet. In der zweiten Zyklusphase befindet sich die Frau in einem schwangerschaftsähnlichem Zustand. Denn der Körper bereitet sich nach dem Eisprung auf eine mögliche Schwangerschaft vor. In dieser Phase wählen Frauen eher den Versorgertypen und schauen weniger auf das Äußere. Unter der Pille befindet sich die Frau permanent in der zweiten Phase, so dass die Frau ihrem Mann eventuell wirklich nicht mehr so aufregend findet. Eine interessante Überlegung, die wir aber natürlich nicht wirklich nachweisen können.

 

Im letzten Kapitel beschreibst du eine App, mit der Frauen ihren Körper und ihren Zyklus sehr genau beobachten können. Ich könnte mir vorstellen, dass manche Frauen mit der App eine Art Hypochondria Rhythmus entwickeln. So nach dem Motto: “Heute ist kein guter Tag für mich und das ist allein auf meinen Zyklus zurückzuführen. Heute entspanne ich mich mal.”

 

Sabine Kray: Klar, ich weiß, was du damit meinst. Andererseits: Freie Welt und freies Land – wenn sich jemand zu viel mit seinem Körper beschäftigen möchte, dann tut er das so oder so. Wenn sich beispielsweise jemand eine Gluten Intoleranz einbildet oder behauptet er müsse an drei Tagen im Monat immer nur Kuchen essen. An dieser Stelle ist jeder seines Glückes Schmied.

 

Möchtest du in Zukunft noch mehr zu dem Pillen Thema veröffentlichen?

 

Sabine Kray: Ich weiß es noch nicht. Vielleicht, wenn ich irgendwann mal Mutter werde und mir dabei etwas Interessantes auffällt. Erst seit Kurzem habe ich angefangen, mehr über feministische Themen nachzudenken. Und da würde ich schon sehr gerne dran bleiben.

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Kommentare (3)
  • Cora - 22. Februar 2018

    Ein wirklich großartiger Beitrag über ein Thema, das mich persönlich schon eine lange Zeit sehr beschäftigt.
    Ich habe vor über zwei Jahren die Pille abgesetzt, weil es für mich als Single keinen Grund mehr für diese Art der Verhütung gab und mir mein Geld dafür auch zu schade war. Ich hatte die Pille bis dahin seit meinem 17. Lebensjahr genommen und erst nachdem ich sie abgesetzt hatte, mal genauer drüber nachgedacht, was ich mir und meinem natürlichen Hormonhaushalt über die ganzen Jahre damit angetan hatte. Vor allem aber konnte ich es auch sehen und spüren: ich hatte über ein Jahr mit richtig schlimmen Pickeln zu kämpfen, die ersten Monate war ich während des PMS richtig aggressiv und zickig und während meiner Tage extrem weinerlich und kuschelbedürftig. Das kannte ich so absolut nicht von mir und es hat auch eine Weile gebraucht, bis ich realisiert habe, dass es daran liegt, dass mein Körper gerade dabei ist, wieder einen natürlichen Rhythmus ohne Pille zu finden. Mittlerweile hat sich alles gut eingepegelt und ich habe gelernt, während der verschiedenen Zyklusphasen auf meinen Körper zu hören. Letzteres finde ich für mich persönlich unheimlich wichtig.
    Ich habe mich seitdem auch mit alternativen Verhütungsmethoden auseinandergesetzt und finde es erstaunlich, wie wenig Möglichkeiten es angeblich gibt. Man sollte meinen, dass die Forschung mittlerweile so weit ist, weniger aggressive Verhütungsmittel wie die Pille zu Stande zu bringen, aber das ist wohl ein Kapitel für sich.
    Ich bin wahnsinnig gespannt auf das Buch und werde es auf jeden Fall lesen.

  • Elke Lubitz - 5. Januar 2018

    Ich werde jetzt 55 Jahre und habe mit 16 angefangen die Pille zu nehmen und habe sie gut vertragen . Trotzdem habe ich sie mit 20 wieder abgesetzt,weil ich kein gutes Gefühl dabei hatte mich mit Hormonen vollzupumpen.Ich habe dann mit der Temperaturmethode wunderbar verhütet und 3 Wunschkinder bekommen.Ich finde es gut ,wenn sich junge Frauen mit dem Thema beschäftigen.Und was die Pharmaindustrie betrifft geht es nur um Profit.Als Krankenschwester ist das ein Thema, das mich sehr beschäftigt.

  • Laura D. - 5. Januar 2018

    Toller Beitrag! Ich habe selbst die Pille abgesetzt und ich fand es so erschreckend wie einen die Pille psychisch verändert hat. Das Buch kling echt interessant und ich würde es mir auf jeden Fall kaufen!