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Und plötzlich sind wir sogenannte Influencer

März 15, 2017 | 2

Josephine

Digitalisierung was passiert da eigentlich gerade?


Mit der Digitalisierung verändern sich so viele Dinge, doch wie sieht es eigentlich bei den klassischen Meinungsmachern aus? Dass Influencer keine Krankheit und mehr als eine Werbeplattform sind, wollen wir Euch in diesem Beitrag erklären.

 

 

Wie fing das an mit den Influencern?

Angefangen habe ich nach meinem Studium ganz klassisch im Print und war bei verschiedenen Frauenmagazinen tätig. Dort lernte ich die ursprüngliche Bedeutung eines Influencers kennen. Als Vermittler zwischen Marke und User war der Redakteur das Medium, um ein Produkt zu empfehlen, zu bewerten und eine/seine Meinung darüber mit den Lesern zu teilen. Oft wurden diese Bewertungen von dem Rezipienten adaptiert und regten nicht selten zu einer Kaufhandlung oder Nachahmung an. Zusammengefasst wurden sie als Meinungsmacher wahrgenommen, weshalb sie in den ersten Reihen der Fashion Weeks saßen, auf Messen und Press Days eingeladen und immer mit den neuesten Produkten versorgt wurden.

Glastisch mit Laptop bei Bry zu Hause

Das Hobby zum Beruf machen – wie einfach geht das heutzutage?

 

Doch mit der Digitalisierung so vieler Bereiche wurden Online Medien immer interessanter und die “alten” Influencer teils vom Markt verdrängt. Plötzlich war eine neue Form von Influencern geboren, die auf ihren eigenen Kanälen einfach ihr Ding durchgezogen haben und durch starke Authentizität plötzlich zu kleinen bzw. großen YouTube oder Instagram Stars wurden. Teils mit Millionen von Followern waren sie in ihrer Rolle als Meinungsführer plötzlich dort, wo früher noch die Redakteure saßen. Ob mit qualifizierteren Beiträgen oder nicht, sei zunächst dahingestellt. Bedeutend für den Trend der Digitalisierung aber ist, dass diese das direkte Sprachrohr einer Generation ist, die Nachrichten jeglicher Art über diese Wege konsumiert. Der Markt musste darauf reagieren.

 

Was für eine Rolle spielen Influencer heute?

Die Rolle des Influencers hat durch die Digitalisierung und den Ausbau der Social Media Kanäle in den letzten Jahren rapide an Bedeutung gewonnen. Plötzlich ist es nicht mehr nur der ausgebildete Redakteur, der den Influencer Status hat, sondern vielleicht auch eine Sportlerin, eine Designerin oder auch eine Mama, die ihr Zuhause schön dekoriert hat. Ausschlaggebende Punkte für den Influencer Status sind nämlich nicht mehr ein fundiertes Studium oder Ähnliches, sondern die Nahbarkeit zu den Followern und die Wahrnehmung als Meinungsmacher. Sie sind Inspirationsgeber und das häufig ganz ohne ein professionelles Team dahinter, sondern als 1- oder 2-Mann-Show. Die Digitalisierung und die Entwicklung diverser Apps und Tools macht dies erst möglich. Photoshop und Co. sind nicht mehr zwangsläufig nötig, um ein Bild zu bearbeiten. Facetune ist beispielsweise eine super App, um einem über’s Smartphone aufgenommenen Bild den letzten Feinschliff zu verpassen.

 

Influencer Fine snappt mit dem Handy

Influencer sein bedeutet, immer und überall präsent zu sein

 

Als Ersatz für Zeitschriften werden Influencer auf Kanälen wie Facebook, Instagram oder Snapchat abonniert und von den Followern meist über das Smartphone immer und überall konsumiert.
Doch ganz so zufällig und spontan, wie die meisten Posts erscheinen, sind sie gar nicht. Oft steckt eine stundenlange Konzeption der Materialien und des Bildaufbaus dahinter. Der Arbeitsaufwand, der mit einem guten Instagram Bild oder auch einem ganzen Blogbeitrag einhergeht, wird demnach häufig unterschätzt.

 

Was ist Influencer Marketing?

So kam es auch, dass inzwischen einige der Influencer dies hauptberuflich machen und ihren Lebensunterhalt damit bestreiten. Dies ist natürlich nicht zuletzt dem großen Einfluss auf die Markenwahrnehmung geschuldet, denn die Zusammenarbeit mit Brands macht es erst möglich, so ein tolles Projekt, wie den Blog bzw. die Arbeit dafür, zu finanzieren. Von Influencer Marketing spricht man, wenn es um die Reichweite von Meinungsmachern und deren Multiplikatoren geht.

Für uns als Blogger ist es natürlich besonders wichtig, nur das zu zeigen, was uns auch gefällt. Marken, die wir selbst nicht lieben, würden auch nie Einzug auf unseren Blog halten. Denn mit der Rolle als Influencer trägt man auch eine Verantwortung. Man empfiehlt seinen Freunden und Followern Dinge, möchte sie auf Neuheiten aufmerksam machen oder über tolle Projekte informieren. Dass man dabei seinen Vertrauensbonus gegenüber den Lesern nicht verspielen darf, ist uns als Influencer mehr als bewusst und wir handeln immer nach bestem Gewissen.

Doch warum ist es andersrum überhaupt für Marken spannend mit Influencern zusammenzuarbeiten? Eine Marketingkampagne eines Labels kann beispielsweise im Print als Anzeigenschaltung oder als Werbespot laufen. Aufgrund von Studien werden Zeiten, Medien und Layout der Marketingkampagne erarbeitet, geplant und umgesetzt. Aber ob man letztendlich wirklich seine Zielgruppe abholt, ist nur in gewissem Maße messbar und oft ziemlich willkürlich. In der Zusammenarbeit mit Influencern ist es anders. Jeder Influencer hat seine Nische, seine Thematik und seine festen Follower, die ihm genau aus diesem Grund folgen. Sie interessiert der Content, sie sehen in dem Influencer eine Vertrauensperson oder ihn als jemanden an, von dem sie sich inspirieren lassen. Kommt es zu einer Zusammenarbeit zwischen Influencer und einem Label, kann der Influencer dem Label genau sagen, was sich die Follower wünschen und wie man eine Kampagne den Followern gerecht aufsetzen kann. Somit wird für die Brand und den Follower sichergestellt, dass nur Content gespielt wird, der für beide Seiten relevant und interessant ist. Denn letztendlich ist jeder Influencer sehr daran interessiert, seinem Follower einen Mehrwert durch seine Postings zu bieten und eine langfristige Bindung mit ihm einzugehen.

 

Influencer vs. Blogger?

Jeder Blogger ist auch ein Influencer, aber nicht jeder Influencer ist auch ein Blogger. Der markante Unterschied liegt im Fokus. Sieht der Influencer Instagram oder Pinterest als seinen Hauptkanal, fokussiert er die Bildsprache und will auch dort seine Story erzählen. Häufig ist dann nur ein Blog angehangen, um den visuellen Content zu stützen. Anders ist es bei Bloggern im klassischen Sinne. Diese legen ähnlich wie bei einem Magazin den Fokus auf das geschriebene Wort und unterstreichen ihre Texte lediglich mit Bildern. So auch bei uns. Wir möchten Euch nicht nur mit unseren Bildern eine Geschichte erzählen, sondern wollen auch unseren Expertenstatus nutzen, um Euch mit inspirierenden Stories, Guides und Ratgebern rund um das Thema Wohnen und Lifestyle zur Seite stehen.

 

Teppichlayering bei Bry zu Hause

Zeig mir Deine Wohnung und ich sag Dir wer Du bist.

 

Ich hoffe, ich konnte Euch in diesem Blogbeitrag etwas veranschaulichen, wie schnell sich durch die Digitalisierung Berufe, Rollenbilder und Meinungsmacher wandeln können. Innerhalb einer so kurzen Zeit bin ich von einem Medium in das andere katapultiert worden, wobei ich nicht einmal definieren könnte, in welcher Influencer Rolle ich mich wohler fühle. Eines kann ich aber sicher sagen: So viele spannende Dinge zu erleben, auszuprobieren, zu reisen, zu inspirieren und am Ende darüber zu schreiben und es mit Euch zu teilen, ist für mich der schönste Job der Welt. Und ich bin dankbar für den schnell voranschreitenden Prozess der Digitalisierung in meinem Bereich, denn sie ermöglicht uns, auf so unterschiedliche Weise mit Euch zu kommunizieren und in Kontakt zu treten.

Unser Beitrag ist im Rahmen der Blogparade der Otto-Group zum Thema “Digitalisierung: Was passiert da gerade eigentlich?” erschienen. 

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KOMMENTARE (2)
  • Antworten Claus D. Martin - 15. April 2017

    Kompliment! Ein ausgezeichneter Block über ein Thema welches vielen Konsumenten im Kopf ist aber ohne verständliche Erklärung bleibt. Hier wurden die Zusammenhänge und Unterschiede neuer Kommunikationsvarianten einfach und nachvollziehbar beschrieben. Well done!

  • Antworten Konsumguerilla - 16. März 2017

    Mit so schönen Bildern kann ich zwar nicht dienen und wahrscheinlich ist das Thema meines Blogs einfach zu wenig klar um eines Tages auch ein Influencer zu werden, aber trotzdem scheint die Reichweite von Blogs für Werbetreibende eine interessante Zielgruppe zu sein.
    Wie auch immer, solange Hollywood noch nicht anruft werde ich mich erstmal nur als Blogger sehen und wohl auch kaum jemanden beeinflussen 😉

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