GEREIST

Mal nach Athen & Santorini?

Juli 7, 2017 | 0

Kristina

Die wunderschöne Insel mit ihren entzückenden blauen Dächern im weißen Häusermeer hat sich schon in Kindesjahren in mein Herz geschlichen. Im April habe ich nun endlich Zeit gefunden, die Vulkaninsel zu entdecken, und herauszufinden, ob sie wirklich so atemberaubend wie auf Bildern daherkommt. Lest in diesem Beitrag, wie Ihr am besten vier Tage auf Santorini verbringen und wie Ihr Euren Urlaub zu einer kleinen Griechenland-Rundreise machen könnt.

 

Die sommerlichen Entspannungsurlaube meiner Kindheit führten meine Familie oftmals auf wunderbare Badeinseln im kanarischen Raum. Nahezu jede Insel haben wir dort mit einem Mietwagen und Picknick erkundet. Als es dort nicht mehr viel für uns zu entdecken gab, entdeckten wir die griechischen Inseln wie Cos, Kreta und Korfu für uns. Tatsächlich ist der Weg von Kreta nach Santorini nicht sehr weit. Doch meine Überredungskünste meiner Familie gegenüber, die traumhafte Badeinsel gegen ein winziges vulkanisches Eiland zu tauschen, waren nicht ausgereift genug. Und so verließ ich Kreta auf dem Weg zurück nach Deutschland mit Santorini ganz oben auf meiner To Do Liste des Erwachsenseins.

 

Im April diesen Jahres war es dann endlich soweit. Die Reiseroute war festgelegt und Überraschungen im Vorwege verkündet. Mein Trip begann mit zwei wunderbaren Tagen in Athen. Dank der Nebensaison wird Santorini von Hamburg nicht direkt angeflogen, im Gegensatz zu Athen. Um die griechische Hauptstadt entspannt, aber trotzdem im Schnelldurchlauf zu erkunden, reichen zwei Nächte völlig aus.

 

Tag #1: Hello Athens – Citytour mit Akropolis

Nach früher Landung und dem Check in knurrt natürlich der Magen. Bei New York Sandwiches gibt es neben köstlichen Burgern und Sandwiches auch zum Beispiel Eggs Benedict oder Pancakes mit Snickers. Von dort führt die Nikis zur Einkaufsstraße Ermou. Neben altbekannten Modelabels trifft man hier hin und wieder auf süße Schmucklädchen oder griechische Shops. Die kleine Kirche auf halber Höhe der Straße Kapnikarea ist ein willkommene Abwechslung auf der Bummel-Route. Weiter auf der Ermou gelangt Ihr bald zum Hotel A for Athens. Überquert den gegenüberliegenden Monastiraki Square und würdigt unbedingt der Kirche Ekklisia eines Blickes.

 

Blick auf die Akropolis und von der Akropolis

 

Die Areos führt Euch auf direktem Wege zu einem parkähnlichem Gelände mit historischen Sehenswürdigkeiten. Der Park kostet zwar acht Euro Eintritt (für EU-Studenten frei), lohnt sich aber auf jeden Fall. Unter schattigen Bäumen kann man ein Päuschen einlegen und Touristen aus anderen Ländern beobachten. Nach der Entdeckung der Fethiye mosque, dem Roman Agora und dem Tower of Winds geht es weiter zum Highlight Athens: der Akropolis. Die Dioskouron führt Euch, einfach den anderen Touristen nach, rauf auf die Akropolis. Studenten aus der EU sparen auch hier 20 Euro. Allein schon der Besuch des Berges mit einem tollen Blick auf die Stadt lohnt sich.

 

Nach dem Abstieg des Berges könnt Ihr den Rest des Tages entweder am Pool Eures Hotels verbringen oder genießt einen kühlen Cocktail am Fuße der Akropolis.

 

Tag #2: Athens Naturpracht und der Berg Lykavittos

Nach einem ausgiebigen Frühstück beginnt der zweite Tag am Syntagma Platz. Von dort ist es nicht weit zum Nationalgarten Athens. Eine wunderbare Pflanzenpracht und wilde Schildkröten machen den Garten zur willkommenen Abwechslung in der Hauptstadt. In kleinen Teichen, auf Steinen oder im Schneckentempo unterwegs kreuzen die entspannten Parkbewohner den Weg. Zum Berg Lykavittos ist es vom nördlichen Ausgang nicht mehr weit. Eine unterirdische Seilbahn führt auf die Spitze des Bergs zur Kirche Agii Isidori. Das weiße Häusermeer der Stadt liegt einem hier zu Füßen. Den Abstieg kann man ohne Probleme zu Fuß bewältigen. Verschiedene Wege führen nach unten, vorbei an blühenden Kakteen und Sukkulenten, die man sonst nur auf der heimischen Fensterbank bewundert. Den zweiten und letzen Tag lässt Du am besten mit einem kräftigen Hauswein und einem griechischen Salat ausklingen.

 

Tag #3: Hello Santorini

Am nächsten Tag startet die zweite Etappe der Reise: der kurze Flug nach Santorini. Das frühe Aufstehen lohnt sich, so kann man nach dem 45-minütigen Flug die Ruhe der Insel genießen. Ich würde empfehlen, einen Transfer vom Flughafen zum Hotel zu vereinbaren, da der Flughafen sehr klein ist und die Taxen nach einer Landung schnell vor der Nase weggeschnappt. Mein erstes Hotel befand sich zwischen Oía und Fira im Norden der Insel. Den ersten Tag habe ich ehrlich gesagt nur am Pool verbracht. Der Blick vom Hotel auf das Meer ist einfach zu wunderschön! Alle Hotels an der Westküste wurden am Krater erbaut, sodass man jederzeit das Meer bewundern kann. Beheizte Pools mag ich total gerne. Umso erfreuter war ich, als ich das Thermometer bei 36°C stehen sah! Besonders morgens, wenn die Luft auf Santorini noch sehr frisch ist, liebe ich es, nach dem Aufstehen kurz in den Pool zu hüpfen.

 

Santorinis weiße Häuser

 

Tag #4: Oía und Firá

Nach dem Frühstück mit griechischem Joghurt, Honig und Walnüssen machte ich mich auf die Wanderung nach Oía. Die weiße Stadt am Kraterrand ist mir ihren blauen Dächern ein Touristenmagnet. Schon am Tag vorher fragte ich mich, wo die ganzen Leute mit Sonnenhut und Wasserflasche in der Hand hingehen. Mein Hotel lag direkt an der Wanderroute von Fira nach Oía. So fiel es mir leicht, mich anzuschließen.

 

Oía

Die Strecke von sieben Kilometern entlang des Kraterrandes ist wunderbar und ein kleines bisschen anstrengend. Immer mit dem dem Meer auf der linken Seite gibt es Vieles zu entdecken. Feste Schuhe oder Sneaker sind sehr zu empfehlen. Über Asphalt, loses Geröll und Lavasteine ist man mit ein paar Päuschen in zwei Stunden in Oía. Und eins kann ich nicht oft genug sagen: Die Stadt ist so wundervoll wie auf Fotos. Kleine Gassen führen vorbei an inspirierenden Läden, zauberhaften Kirchen und wenn man Glück hat, begegnet man einem Esel mit seinem Besitzer, der die Shops mit Wasser und anderen Dingen beliefert. Denn mit einem Auto kommt man dank der vielen Stufen nicht weit. Schlendert entlang der Straße namens Nik. Nomikou vorbei an Boho-Boutiquen und süßen Accessoire-Lädchen. Schaut unbedingt in jedes Schaufenster und jeden kleinen Kasten mit Schmuck, hier verbergen sich wahre Schätze. Mein Highlight war neben der Stadt und der inspirierenden Shopping-Straße im Ganzen die Windmühle an der nördlichen Spitze. Auf der Suche nach den gängigen Instagram Spots musste ich feststellen, dass die alle Bilder in ihren Hotels in Oía gemacht haben. Schade. Aber so wunderschön die Stadt auch ist, die Hotels sind alle sehr nah beieinander gebaut und nicht ansatzweise so entspannt gelegen wie meins.

 

Santorinis Hafen und der Blick auf den Kraterrand mit weißen Häusern

 

Nach einem kleinen Bummel durch die Stadt und deren kleinen Gassen, einem leckeren Cocktail über dem Meer und ein paar Andenken später nahm ich den Local Bus nach Firá. Die Stadt Firá liegt ungefährt in der Mitte der Insel. Also vier Kilometer von meinem Hotel entfernt. Um die Wanderroute von Firá nach Oía komplett entlang zu wandern, wollte ich mir diesen Abschnitt nicht entgehen lassen. Denn morgen wartete schon eine kleine Überraschung auf mich!

 

Firá

 

Auch Firá ist ein wunderschönes kleines Städtchen. In der Bucht direkt vor der Stadt halten Kreuzfahrtschiffe auf der Mittelmeerroute. Eine Seilbahn oder ein traditionelles Eseltaxi bringt die Besucher hinauf in die 350 Meter über dem Meeresspiegel gelegene Stadt. Die Kapari Taverna habe ich mir für ein spätes Mittagessen schon vor meiner Wanderung herausgesucht. Sie liegt nicht direkt im teuren Zentrum der Stadt, sondern an der Hauptstraße. Was der Taverna allerdings nichts abtut, denn die riesige Terrasse ist romantisch mit rankenden Pflanzen bewachsen und typisch rustikal eingerichtet. Mein Tipp: Das Hähnchen mit Ouzo und Honig. Ein Traum!

 

Zu Fuß ging es nach dem Essen für mich wieder zurück zum Hotel und ich ließ den Tag mit einem zauberhaften Sonnenuntergang im beheizten Pool ausklingen.

 

Sonnenuntergang auf Santorini und Abendessen

 

Tag #5: Private Villa und entspannen

An Tag fünf stand endlich etwas an, worauf ich mich schon die ganze Zeit gefreut habe: ein Upgrade in eine private Villa! Nach dem Frühstück ging es für mich in den Süden der Insel, nach Akrotiri. Angekommen im siebten Himmel konnte ich mich zwischen drei Schlafzimmern entscheiden! An diesem tollen Tag mit strahlendem Sonnenschein verbrachte ich die meiste Zeit an meinem eigenen Pool und im Jacuzzi! Hier wollte ich nie wieder weg!

 

Pool mit Villa auf Santorini und Caldera

 

Die zwei vergangenen Tage im Main Hotel waren auch schon traumhaft und kaum zu toppen, aber die Lage der Villa war einfach nur wunderschön. Das Abendessen wurde im eigenen Garten serviert, mit Blick auf die beiden wundervollen Städte Oía und Fira.

 

Tag #6: Red Beach

Am nächsten Morgen wollte ich mal wieder ein bisschen was unternehmen. Ich machte mich auf den Weg zum Red Beach, einem der wenigen Strände der Vulkaninsel. Entlang an Feldern und Wiesen führt ein Weg über einen Feldvorsprung direkt zum Vulkanstrand. Hier trifft man auf Einheimische, die ihre Mittagspause genießen und Touristen, die sich gerne mal in dem klaren Nass erfrischen wollen. Für Archäologie Fans ist die Ausgrabung von Akrotiri unverzichtbar! Sie liegt direkt in der Nähe des Strandes.

 

Nun waren auch schon sechs Tage voller neuer Eindrücke und Inspirationen zu Ende. Ich hoffe, Ihr habt jetzt auch Lust, Athen und Santorini zu entdecken! Ihr habt noch Fragen? Stellt sie gerne im Kommentarfeld!

 

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