GEREIST

Mal nach Singapur?

August 7, 2017 | 2

Kristina

Singapur ist super weit weg. Es war für mich die längste Flugreise mit 13 Stunden. Völlig ohne Vorstellungen und Erwartungen bin ich gelandet, denn dieses Mal wollte ich das Land für fünf Tage auf mich wirken lassen. Was dabei herausgekommen ist, lest Ihr hier.

 

Grünste Stadt der Welt, innovativ, voller verschiedener Kulturen. Das ist es, was die Leute erzählen, wenn sie an Singapur denken. Doch es gibt viel mehr, das die Stadt so besonders macht. Es ist der ganz besondere Charme, der in der Luft liegt. Ich kann es nicht beschreiben. In der U-Bahn drängelt keiner. Alten Menschen werden sofort Sitzplätze angeboten, es liegt kein Müll herum. Man darf auch nicht vergessen, dass diese Menschen in einer Diktatur leben, doch die Mentalität und Grundeinstellung zum Leben bleibt doch die Selbe.

 

Blick über Singapur aus dem Hotel

 

Nach der Landung werdet Ihr nicht müde sein, wenn Ihr einen Nachtflug gewählt habt. Viele Airlines stimmen Ihre Flugzeiten darauf ab. Ich bin um sieben Uhr Ortszeit gelandet. Genug Zeit, um das frühe Singapur zu genießen. Ein Taxi bringt Euch zu Eurem Hotel, denn das Taxifahren ist in Singapur nicht sehr teuer. Ich habe in Little India gewohnt und das Feeling geliebt. Hat man abends im Hotel doch noch ein bisschen Hunger, geht man einfach die Straße herunter und holt sich eine kleine Portion Curry oder ein bisschen Naan Brot mit Dip. Was Ihr noch bei einem Hotel beachten müsst, ist, dass es ein gutes Frühstück anbietet und im besten Fall einen Pool hat. Das Frühstück ist deswegen wichtig, weil morgens die einzige Zeit ist, in der Ihr wirklich Hunger habt. Tagsüber ist es so schwül, dass Ihr schon von dem vielen Wasser, was Ihr trinken solltet, satt sein werdet. Der Pool ist nice to have um sich nach einem langen Tag ein wenig zu entspannen und vor allem, sich abzukühlen.

 

Tag # 1: Hello Singapore – Botanischer Garten

Um Singapur am ersten Tag gleich von seiner schönsten Seite kennenzulernen, solltet Ihr den Botanischen Garten besuchen. Er ist riesig und wird von dem zauberhaften Orchideen-Garten gekrönt. Nehmt Euch Zeit und genießt die ungewohnte Wärme!

 

Botanischer Garten in Singapur mit Orchideen und Uhr

 

Tag #2: Favorite Spot – Tiong Bahru

Am zweiten Tag habe ich mein Lieblingsviertel entdeckt. Es ist so toll, dass ich tatsächlich noch ein zweites Mal in der kurzen Zeit dort gewesen bin. Es nennt sich Tiong Bahru und befindet sich im Süden Singapurs. Die U-Bahn bringt Euch zur gleichnamigen Station, die Ihr durch eine Mall verlasst. Geht nach links zur Tiong Bahru Road und folgt ihr bis zur Kim Pong Road. Ab hier verlasst Ihr das Gebiet aus Hochhäusern und taucht ein in das alte Singapur. Gebäude im Art Deco Stil zieren die Straßen und laden zum Bestaunen ein. Am Ende der Straße trefft Ihr auf die Yong Siak Street, die Euch zu meinem absoluten Lieblingscafé führt: Der Plain Vanilla Bakery. Hier besteht jede Köstlichkeit mindestens aus Vanille. Neben kleinen Törtchen und gutem Kaffee ist das Eis ein Highlight. Earl Grey und Grüner Tee mit Vanille sind meine Favorites. Und das Beste: Man kann ausschließlich draußen auf dem Boden sitzen und eine schattige, leichte Brise genießen. Auch die Schaukeln und überhaupt die ganze Einrichtung haben es mir angetan!

 

Das Viertel Tiong Bahru in Singapur mit seinen kleinen Häusern

 

Ein cooler Instagram Spot ist nebenan, der Bookstore “Woods in the Books”. Ein Laden für Kinderbücher, aber das macht nichts, denn die Außenfassade ist so schön gestaltet, dass man doch gerne ein Foto macht. Geht am Ende der Straße nach links auf die Chay Yan Street und lasst Euch in Schlangenlinie durch die kleinen Gassen treiben. Ihr werdet auf gelbe Häuser, Tempel und hübsche Lunch Spots treffen. Wer es lieber einheimisch mag, geht zum Tiong Bahru Food Center, meinem liebsten Hawker Market. Hier gibt es alles, was das Herz begeht. Supergünstige frische Säfte, indisches Essen, Thai Currys, japanische Gerichte, einfach alles. In Hawker Centers gilt: wo die längste Schlange ist, schmeckt es am besten. Mit einem Avocado Shake für umgerechnet 75 Cent stellte ich mich an den ersten Stand links mit der gelben Leuchttafel, und ich war begeistert. Bis heute weiß ich nicht so recht, was ich da eigentlich gegessen habe, doch es war köstlich. Bratnudeln mit Garnelen und ich vermute noch weiteren Meeresfrüchten. Auch diese Portion hat nur 1,50€ gekostet. Und man muss sich keine Sorgen um Magenverstimmungen machen, denn die Märkte in Singapur werden streng nach Sauberkeit und Frische kontrolliert.

 

Street Art in Singapur im Viertel Tiong Bahru

 

Am Abend lohnt es sich, die Gardens by the Bay zu besuchen. Direkt an der Bucht gelegen, befinden sich die berühmten Stahlbäume. Sie sind auch bei Tag beeindruckend, doch Nachts leuchten sie in verschiedenen Farben und bieten mit dem Marina Bay Sands, dem Luxushotel in Form eines, ich würde sagen, Ufos, ein tolles Bild.

 

Tag #3: Sentosa Island

Jetzt ist mal Zeit zum Entspannen. Das kann man in Singapur am besten auf einer der vorgelagerten Inseln. Der Tanjong Beach eignet sich dafür super. Zu dem gelangt Ihr mit der Sentosa Monorail. Die fährt ab der MRT (Mass Rapit Transit) Station Harbour Front über den Sentosa Erlebnispark direkt zum Strand. Eine Hängebrücke führt zu einer kleinen Insel, auf der lässt es sich am besten aushalten. Aber erwartet keine Abkühlung. Die Bucht ist lauwarm und nur im ersten Moment erfrischend. Was bleibt, ist das karibische Feeling! Tiefenentspannt müsst Ihr Euch unbedingt das Buffet im Ritz Charlton (7 Raffles Avenue) verköstigen. Es ist etwas teurer, aber hier gibt es für jede Geschmacks- und Länderrichtung eine Corner. Das allerbeste Buffet, was ich jemals gesehen habe!

 

Sentosa Island in Singapur mit Palmen und Strand

 

Tag #4: Über den Baumwipfeln – der Southern Ridge Trail

Am vierten Tag ging es wieder sportlich zu. Der Southern Ridge Trail beginnt auf halber Höhe der Alexandra Road und führt über die Baumwipfel Singapurs. Nehmt Euch diese Wanderung am besten morgens vor. Folgt der Ausschilderung zum Telok Blangah Green und genießt das viele Grün und haltet Ausschau nach bunten Vögeln und Affen. Angekommen am ersten Ziel, erklimmt Ihr den Top of Telok Blangah Hill Park, indem Ihr die steile Straße hinaufgeht. Von hier habt Ihr eine tolle Sicht und könnt im Schatten unter dem Pavillon ein Päuschen einlegen. Steigt die vielen Treppen wieder hinab und gelangt zurück auf den Telok Blangah Green. Nehmt nun nicht die scharfe Kurve nach links der Straße, sondern geht geradeaus auf einem kleinen Pfad weiter. Ihr gelangt zur Henderson Waves, einer langen Holzbrücke, die über die Henderson Road führt. Von hier aus habt Ihr einen wunderbaren Blick auf die Liebeskind-Türme.

 

Southern Ridge Trail in Singapur - die Holzbrücke mit Blick auf die Liebeskind-Türme

 

Wenn Ihr nun weiter geradeaus und nach einer Weile rechts abbiegt, gelangt Ihr auf die Mount Faber Road. Diese Straße führt zur Gondelstation. Kurz vor der Station zweigt rechts der Mount Faber Loop ab. Macht einen kleinen Abstecher und nehmt den tollen Aussichtspunkt an dieser Straße mit. Ihr werdet eine tolle View auf das Meer und gleichzeitig die Stadt genießen. Zurück auf der Mount Faber Road trefft Ihr schnell auf die Gondelstation. Sie führt hinüber zur Sentosa Island. Wir gehen allerdings an ihr vorbei und folgen der Ausschilderung zur MRT Station Harbour Front. Der Abstieg geht schneller als der Aufstieg. Vorbei an hohen Bäumen und über loses Geröll führt uns der Weg direkt zur Station. Von hier fahren wir zur Station Bayfront und schauen uns die zwei größten Gewächshäuser der Welt an. Den Flower Dome und den Cloud Forest. Unter den Kuppeln herrscht eine kühlere Temperatur als draußen, perfekt, um neue Vegetationen zu erkunden.

 

Flower Dome und Cloud Forest in Singapur

 

Tag #5: Promenade & Chinatown

Den letzten Tag habe ich wieder der Stadt gewidmet. Er begann an der Elgin Bridge, der ersten Brücke Singapurs. Sie trennt die große Stadt von der kleinen Stadt, damit sind das Verwaltungsviertel und Chinatown, das Geschäftsviertel, gemeint. Geht man entlang der Promenade Richtung breiter werdendem Fluss, streift man das Asian Civilisations Museum und steht vor der Brücke gegenüber von einem wunderschönen Hotel, dem The Fullerton. Überquert die Anderson Bridge auf der linken Straßenseite und steigt die Treppen hinab zum Ufer, so gelangt Ihr am Merlion vorbei, dem Wahrzeichen Singapurs. Startet von hier aus eine kleine Bootsfahrt und genießt die frische Brise. Wieder angekommen an der ersten Brücke Singapurs, führt Euch die South Bridge Road zur Temple Street, die nach rechts abbiegt. Besucht den direkt an der Straße gelegenen Sri Mariamman Temple, er wird Euch von außen definitiv ins Auge springen. Schlendert ein wenig durch Chinatown und kauft vielleicht ein paar Souvenirs für Eure Liebsten.

 

Bootsfahrt in Singapur durch das Finanzviertel

 

Das waren meine fünf Tage in Singapur. Ob es wohl zu wenig Zeit war, um dafür 12.000 km zu fliegen? Nein. Am letzten Tag hatte ich nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Ganz im Gegenteil. Ich habe mehr gesehen als ich gedacht habe und würde Euch empfehlen, auch nur für kurze Zeit die Stadt zu besuchen. Wer natürlich mehr Zeit hat, sollte von hier aus unbedingt nach Bali fliegen. Die Zeit hatte ich nicht, aber es steht auf meiner To-Do-Liste! 🌴

 

Ihr habt noch weitere Fragen zu Singapur? Schreibt mir gerne in den Kommentaren!

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Kommentare (2)
  • Ulrike H. - 10. August 2017

    Hallo Kristina, dein Bericht ist der Hammer! Vielen Dank. Ende November fliege ich nach Singapur (5 Tage) und Sentosa Island (4 Tage) 🙂
    Ich werde alles „nachlaufen“. jetzt freue ich mich noch mehr auf meinen Urlaub! LG Ulrike

    • Kristina Laege Post author - 11. August 2017

      Hallo liebe Ulrike, das freut mich sehr! 🙂 Habe ganz viel Spaß, die Stadt ist einfach der Wahnsinn! 🙂