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Das Geheimnis eines Hochbeets

August 20, 2017 | 0

Kristina

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Ein Hochbeet muss her! Nachdem wir immer mehr dem Urban Gardening Trend verfallen sind, haben wir uns nun noch weiter nach vorne gewagt und ein Hochbeet angelegt. Was Ihr alles beachten müsst und wie Eure Tomaten ganz schnell wachsen, erfahrt Ihr in unserem Sonntagstrend.

 

Holztisch mit Gartenhandschuhenn Rosmarintopf und Rindenmulch

 

Warum ich bisher kein Beet habe und mein eigenes Gemüse ernte? Da fallen mir spontan drei Gründe ein. 1. Ich habe keinen Garten. Wo also soll ich ein Beet anlegen? 2. Ich hab es manchmal mit dem Rücken! Auch mit viel Yoga und meinem zarten Alter kann ich nicht stundenlang in gebückter Haltung knien, um Unkraut zu jäten oder kleine Setzlinge einzupflanzen. 3. Ich mag keine Schnecken. So gar nicht. Und vor allem nicht die dicken schleimigen Schwarzen, die einfach alles vernichten, was ihnen so vor die Nase kommt. Zum Glück fragten mich in letzter Zeit einige Freundinnen, ob wir auf Wohnklamotte nicht mal ein Hochbeet DIY machen wollten. Denn wie es in unserer Generation häufig so ist: Man bekommt nicht mehr die Gärtner-Skills von den Eltern oder Großeltern mit auf den Weg ins Leben gegeben. Außerdem denkt man auch im ersten Drittel seines Lebens nicht viel über eigenen Anbau nach, sonder kauft alles im Späti um die Ecke oder schlendert ab und an über den Wochenmarkt. Doch der Wunsch des Entschleunigens geht auch mit dem Urban Gardening einher. Schrebergärten, Pflanzenampeln und die Urban Jungle Bloggers haben Hochkonjunktur. Zeit also, sich dem Thema Hochbeet ausführlich zu widmen.

 

Warum überhaupt ein Hochbeet anlegen?

Ein Hochbeet erwirtschaftet fast drei Mal so viel Ernteerträge gegenüber einem normalen Beet. Warum das so ist? Ganz einfach! Zum einen werden Wühlmäuse und andere Schädlinge, die durch die Erde an die Wurzeln kommen, von einem Gitternetz abgehalten. Die Wurzeln sind somit optimal geschützt. Auch von oben kann keiner in die Quere kommen. Zumindest nicht, wenn man sein Beet regelmäßig absucht und von Schnecken und Co. befreit. Bis die nämlich den Rand überquert haben, ist einige Zeit vergangen.

 

Außerdem wird das klassische Hochbeet nach einem super angepassten System aus verschiedenen organischen Materialien angelegt. Ähnlich wie beim Kompostieren löst das einen Prozess der Humusbildung aus und das Beet wird über Jahre hinweg optimal mit Nährstoffen versorgt. Funktioniert alles so, wie es soll, dann reicht es, das Beet alle sieben Jahre neu aufzusetzen.

 

Holztisch mit Kohlsorte

 

Das Geheimnis des Hochbeets!

Der entscheidende Unterschied zwischen Beet und Hochbeet liegt im Inneren. Besteht das Füllmaterial aus Gartenabfällen, wird bei der Verrottung Wärme freigesetzt, die das Beet sozusagen von unten anheizt. So ist es möglich, auch in kalten Gebieten oder zu frühen Jahreszeiten mit der Bepflanzung zu beginnen.

 

Unser Hochbeet von “Die Stadtgärtner”

Wir haben uns für eine mobile Variante von “Die Stadtgärtner” entschieden. Das Hochbeet ist nicht wirklich hoch, aber dafür mobil. Das war für uns ein wichtiges Kriterium, denn dank der Rollen, können wir unser Hochbeet mit dahin nehmen, wo wir wollen 🙂

 

Im Internet gibt es unzählige Anleitungen, wie man ein Hochbeet selber bauen kann. Das ist für einen Gärtner sicherlich absolut sinnvoll, denn er kann sich dafür einen schönen Ort in seinem Garten suchen. Für uns, als Großstädter, gab es diese Option nicht. Als wir die Stadtgärtner auf der Nordstil kennenlernten, waren wir von dem Konzept des fertigen Hochbeets zum Rollen total begeistert. Denn damit kann man auch easy auf seinem Balkon oder einer kleinen Terrasse Gemüseanbau betreiben.

 

Wir haben uns für unser Hochbeet eine bunte Mischung an Pflanzen ausgesucht, weil wir erst mal testen wollten, was gut funktioniert. Es sind Kräuter, eine Artischocke, verschiedene Kohlsorten und Chilis geworden. Das Hochbeet haben wir erst mit einer Schicht Rindenmulch ausgefüllt und dann mit spezieller Hochbeeterde, die wir im Baumarkt bekommen haben. Leider gab es für uns keine Gartenabfälle, die wir seit langer Zeit gesammelt haben. Wir sind aber guter Hoffnung und gespannt, wie sich unsere Pflanzen entwickeln.

 

Hochbeet aus Holz von "Die Stadtgärtner"

 

Optimaler Schichtaufbau des Hochbeets

Wer ein Hochbeet selbst baut oder sich ein fertiges kauft, sollte unbedingt auf das Gitter im unteren Bereich achten. So kann Luft zum Beet kommen und Mäuse ferngehalten werden. Hier die ideale Reihenfolge: Die unterste Schicht des Beets sollte aus Zweigen, kleinen Ästen und Holzhäckseln bestehen. Darauf kann man dann etwas Rasen oder Laub schichten. Eine weitere Schicht bildet Kompost oder halb verrotteter Stallmist. Die oberste Schicht ist aus nährstoffreichem Humus und die Schicht, in der gepflanzt werden kann.

Mehr Inspirationen findet Ihr auf Pinterest:

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