Magazin
Weihnachten Trends Trends Aktuelle Trends E-Book kostenlos Homestories Lifestyle Weihnachten Einrichten Einrichten Badezimmer Balkon & Garten Küche Schlafzimmer Wohnzimmer Einrichtungsservice Skandi-Stil DIY DIY Blumen Dekorieren Festlich Handarbeit Möbel Möbel Hacks Printables Quotes Rezepte Stricken Möbeltipps Möbeltipps Bad & Dusche Beleuchtung Dekoideen Geschenke Haushaltsgeräte Pflanzen & Grün Regale & Aufbewahrung Schlafgelegenheiten Schränke & Kommoden Sitzmöbel Tische & Ablagen B2B B2B Branchen Insights Partner werden Community Community Blogger: VIB Interviews VIB Bewerbung VIB Gastbeiträge Challenges Team & Jobs Newsletter

Aktuelle Trends

Interview mit Vincent Grégoire über die Maison et Objet

März 3, 2019 | 0

Josephine

Der Trendscout Vincent Grégoire sagt: “In der immer mehr standardisierten Welt steigt unser Bedürfnis nach Individualität.” Was aber ist typisch französisch? Diese Frage möchte die Maison et Objet mit dem Trendforum “Excuse my french” beantworten. Unser Interview mit dem Experten erklärt die Idee dahinter.

Excuse my french! Comment s’il vous plais?

 

Josephine Seidel-Leuteritz im Interview mit Vincent Grégoire

 

Das Trendforum der diesjährigen Maison et Objet wurde von Vincent Grégoire, dem Consumer Trends und Insights Director von NellyRodi (Agentur für Innovation und Kreativität) inszeniert. In den drei Farben des Landes gestaltet, zeigt das Trendforum einen Mix aus neuen und traditionellen Marken der französischen Interior-Welt. Nahezu alle sogar in Frankreich hergestellt. Angelehnt an den Versailler Spiegelsaal, amüsiert Vincent Grégoire mit den französischen Paradoxien. Er zeigt, dass Paris zwar der Mittelpunkt des Geschehens, aber nicht der Nabel der Welt ist und sich der typisch französische Chic mit kulturellen Einflüssen aus China, Marokko und Mexico vermischt.

Excuse my french – was ist die Idee hinter dem Titel?

Vincent Grégoire: Überall auf der Welt haben Menschen aufgrund der Globalisierung ihre Orientierung verloren. Sie sollten sich wieder auf sich selbst besinnen. Franzosen sind sich ihrer Identität nicht mehr sicher und zur selben Zeit wahnsinnig stolz darauf, Franzosen zu sein. Das passt nicht zusammen. Excuse my french ist ein Versuch, all das Positive aufzugreifen und aufzuzeigen, was uns anders und besonders macht.

 

Französisches Interior in den landestypischen Farben

 

In dieser standardisierten Welt sehnen wir uns nach Individualität, nach etwas Besonderem, nach dem Einzigartigen. So lassen sich auch aktuelle Möbeltrends erklären.

Ist Frankreich nicht mehr das, was es einmal war?

Vincent Grégoire: Mit Frankreich werden immer noch traditionelles Handwerk und das Luxussegment assoziiert. Aber heutzutage, wenn Fremde über eine Pariserin nachdenken, kommt ihnen sicher das “je ne sais quoi” oder der “effortless chic” in den Sinn. Die Sicht auf Franzosen in einer traditionellen Art. Dem gegenüber stehen eine Fülle von kleinen Marken, die das traditionelle Handwerk neu interpretieren, um innovative und exklusive Produkte vorzustellen. Sie verfolgen eher einen multikulturellen Ansatz. Sie interpretieren den französischen Chic neu.

 

Blaue Farben sind auf der Maison et Objet der große Trend

Warum sind Sie Interior Designer geworden?

Vincent Grégoire: Als Kind wollte ich etwas sagen, aber ich wusste nicht wirklich, wie es gesagt werden soll. Ich war sehr neugierig: Ich sah mir alles an, versuchte alles anzufassen und alles auszuprobieren. Für mich sind beim Interior Design keine Grenzen gesetzt, es ist irgendwie globaler. Ich liebe es, Dinge zu entdecken und ich möchte das weitergeben, was ich entdecke. Als Interior Designer sehe ich mich in der Mitte aller Disziplinen.

 

Vincent Grégoire über das Trendforum der Maison et Objet

Zitat von Vincent Grégoire über Interior Design

 

Wie entdecken Sie Trends? Haben Sie einen sechsten Sinn dafür?

Vincent Grégoire: Ich folge meinen Ideen. Ich weiß nicht, warum mich einige Dinge mehr anziehen und andere weniger. Aber man muss unterscheiden zwischen dem, was einen selbst anzieht und dem, was für andere Menschen attraktiv sein könnte. Es sollte einen immer an Grenzen bringen, dann ist es wirklich etwas Neues. Der große Unterschied ist: Ich behalte die Dinge nicht für mich, ich möchte die Trends teilen. Ansonsten wäre ich Designer. Ich möchte nicht etwas für mich selbst entwerfen, ich möchte etwas für andere kreieren. Deshalb arbeite ich für Luxusmarken, Agenturen und so weiter.

 

Beistelltische und Kissen in den Landesfarben Frankreichs

 

Können Sie uns einen Designer nennen, den wir unbedingt im Auge behalten sollten?

Vincent Grégoire: Sebastian Herkner. Weil er die neue Generation von Designern ist. Er ist sehr bescheiden. Er ist mehr für Qualität und menschliche Beziehungen. Er tut nicht alles für Geld. Deutschland zwischen der lateinischen und der nordischen Kultur konzentriert sich auf die Funktion neben dem Design. Und er ist sehr auf seine Arbeit konzentriert. Sein Fokus lag nicht darauf, Designer zu sein und sich auf Instagram zu vermarkten. Er will nicht der neue Philippe Starck sein.

 

Französisches Interior mit kulturellen Einflüssen aus Marokko.



Wie hat Dir unser Beitrag gefallen?

(3 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Poste einen Kommentar

Ich stimme zu*