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Mach dich mal slow

October 9, 2016 | 1

Josephine

Slow Food, Slow Reading, Slow Travel – nachdem wir alles so schnell wie möglich erledigen wollten, besinnen wir uns nun und sehnen uns nach Entschleunigung. Wir fangen mit einem Tag im Park an und zeigen Euch unsere schönsten Styles!

 

Aurelija Planten und Bloomen in der Sonne

Oversized-Jacke: Bench | Shirt: ARMEDANGELS

 

Slow Down Modus

In einer Welt, in der Multitasking das höchste Gebot ist, in der man sich nicht mehr nur mit einer Sache beschäftigt, sondern eine Zeitschrift, die Emails und die neuesten Nachrichten auf Facebook gleichzeitig konsumiert. Eine Zeit, in der die Zeit nach der Effektivität gemessen wird, ist unser Alltag. Unsere Ablenkungsbereitschaft wird immer höher, die Aufmerksamkeitsspanne immer geringer. In dieser Zeit befinden wir uns und bekommen häufig gar nicht mehr mit, was uns in dem Wust an Informationsgeballtheit eigentlich entgeht.

Kaum eine Sehnsucht ist deshalb gerade stärker, als die der Entschleunigung. Begriffe wie Digital Detox, Slow Media, Slow Reading oder Slow Kitchen kommen immer häufiger vor. Sie sprechen das bewusste Ich an.

 

Entspann dich mal: Kristina am See im Japanischen Garten

Shirt: ARMEDANGELS

 

Weshalb wir leiden, ist nicht das große Tempo, in dem alles stattfindet. Wir leiden unter den Dingen, die nicht mehr in der richtigen Zeit stattfinden. In der Zeit, in der sie eigentlich stattfinden sollten. Und sie nehmen sich nicht mehr die Zeit, die die Dinge nun einmal brauchen.

Wer sich eine Auszeit wie Kristina nimmt und einfach nur dem Wasser beim Plätschern zusieht, der tut eben gerade das, was er tut. Er macht sich dessen bewusst und gibt seinen Gefühlen und Gedanken den Raum, den sie in dieser Situation benötigen, um auch mal geachtet und gewertet zu werden.

 

Mach dich mal slow: Josephine entspannt auf der Treppe

Sweatjacke: ARMEDANGELS | Shirt: CALIDA

 

Um nicht jeden freien Moment, den wir haben, in einen Timeslot zu verwandeln, in dem wir etwas erledigen könnten, sollten wir die Situationen viel bewusster leben. Wenn das Wetter einem die Möglichkeit gibt, noch im Herbst in der Sonne zu sitzen, dann darf man diesen Moment nicht verstreichen lassen. Lieber sind wir früh aufgestanden und haben im Park den Sonnenaufgang zwischen den Bäumen beobachtet. Eine kleine Stunde, die uns am Ende des Tages nicht gefehlt hat, aber uns mindestens das Zehnfache an Lebensqualität zurückgegeben hat.

 

Auri trinkt ihren Kaffee in der Sonne

Hotpants & Top: RITUALS

 

Mach mal Slow Auri mit Kette

Kette: YINKANA | Top: RITUALS

 

Slow Food

Keiner hat mehr Lust auf das schnelle Mittagessen zwischen Tür und Angel. Rezepte, die einen großen Zeitaufwand kosten, werden bewusst gewählt. Das lange, fast meditative Rühren des Risottoreises bekommt eine ganz neue Bedeutung. Denn hier kann man nicht weg und tut doch nicht viel, als einfach nur Zeit im positiven Sinne verstreichen zu lassen. Und vor allem sich und dem Essen die Zeit zu geben, die man braucht. Auch eine stundenlang vor sich hin köchelnde Bolognese ist viel toller, als eine schnell zubereitete Pasta. Ein Hefeteig, der langsam aufgeht und immer wieder neu geknetet werden muss, oder ein Filterkaffee, der langsam vor sich hintröpfelt, wird zum neuen Trendgetränk. Und erst der Sous-vide-Garer oder Pulled Pork. Ja das kostet so herrlich viel Zeit. Die man einfach mal verplempern darf.

 

Kristina und Josephine beim Kaffee im Planten un Bloomen

Links: Shirt von ARMEDANGELS | Rechts: Kleid von ARMEDANGELS, Pullover von Bench

 

Kristina im Japanischen Garten mit Saft

Shirt: ARMEDANGELS

 

Mach mal slow: Kristina auf der Brücke

Shirt: ARMEDANGELS | Pullover: Bench

 

Slow Stuff

Langsame und fast schon langweilige Tätigkeiten bekommen eine ganz neue Bedeutung, denn sie werden in meditativer Hingabe ausgeübt. Beispielsweise Putzen, Bügeln oder Lesen. Slow Reading gehört in Neuseeland derzeit zu einem absoluten Trend. Man trifft sich im Café und schaltet sein Handy aus. Die einzige Aufmerksamkeit liegt beim Lesen, vielleicht dem Austausch mit den anderen, aber ganz und gar nicht bei etwas anderem. In England erscheint sogar ein Magazin mit dem Titel “Delayed Gratification” – hier wird kein Ereignis erwähnt, dass nicht mindestens drei Monate zurückliegt.

Vor einigen Monaten gab es tatsächlich bei deutschen Schreibwarengeschäften das Problem, dass sie der explosionsartig gestiegenen Nachfrage an Finelinern nicht nachkommen konnten, weil plötzlich Malbücher über Nacht zum Entschleunigungs-Tool Nummer eins wurden. Auch Kristina hat sich an einem dieser tollen Bücher probiert. Lest hier, wie es ihr damit ergangen ist.

 

Mach mal slow: Josephine im Park mit Zeitschrift und Rucksack

Kleid: ARMEDANGELS

 

Wer wieder Zeit hat, Augen und Ohren bewusst offen zu halten, kann auch wieder seine eigene Stimme hören und sich selbst bewusst wahrnehmen. Was brauche ich? Was will ich? Und vor allem: Was möchte ich? Diese Frage stellt man sich in einem hektischen Alltag nicht. Wer sich selbst hört, nimmt auch seine Umwelt bewusst wahr und schafft so eine Balance.

Wer sich Zeit für sich und besonders Zeit mit sich nimmt, wird auch die Zeit mit anderen mehr genießen können. Und vor auch Kraft und Spaß in Situationen haben, in denen Multitasking verlangt wird.

 

Unsere Lieblingsprodukte von Rituals

 

Sich Zeit nehmen bedeutet für uns einen Tag im Spa zu verbringen, sich bequeme Kleidung anzuziehen und durch den Park zu spazieren, sich mit dem Lieblingsbuch in die Sonne zu setzen, eine Yoga Session in der Natur zu machen, sich in die Küche zu stellen und eine Saftkur in stundenlanger Arbeit selbst vorzubereiten, sich selbst eine Decke zu stricken und sich einfach nur auf eins zu konzentrieren. Auf sich!

In diesem Sinne: Gönnt sie Euch, die Zeit 🙂

 

Kristina an der Mauer im Planten un Bloomen

Jacke: Bench | Shirt: ARMEDANGELS

 

Unsere Lieblingsteile aus diesem Beitrag könnt Ihr übrigens bei Bench, Armed Angels, Rituals und selekkt.com nachshoppen!

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