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Illustratorin Diana Kohne

February 10, 2016 | 0

Josephine

Ohhh wie niiiiiedlich – das ist wohl das, was jeder denkt, wenn er die herzallerliebsten Illustrationen von Diana Kohne sieht. Die Tierzeichnungen im Retro-Stil werden durch die detailverliebte Darstellung zum Leben erweckt.

 

Foto von der Illustratorin Diana Kohne

 

Lest in unserem Interview, wie Diana dazu kam, was Sie inspiriert und Ihren Stil kennzeichnet. Exklusiv für Euch hat Sie ein Valentinstags-Printable entworfen, das Ihr Euch ausdrucken und als Karte an Eure Liebsten verschicken könnt!

 

Illustration von Diana Kohne

DOWNLOAD: Valentinstags-Karte

 

Wie heißt deine Seite und was macht sie so besonders?

Diana Kohne: Dort stelle ich meine Arbeit als Illustratorin und mich vor. Man kann sich meine Arbeiten anschauen – Auftragsarbeiten und auch freie – und einen kleinen Blick in mein Atelier und mein Leben bekommen. Besonders ist sie, weil jeder Illustrator seinen ganz eigenen Stil hat – so auch ich. Detailliebe ist mir wichtig und Humor. Meistens spielen Tiere eine große Rolle in meinen Bildern. Wenn es geht, baue ich immer irgendwo welche ein. Und manchmal passiert es auch unbewusst. Auf meiner Homepage kann man auch mich ein bisschen kennenlernen, denn ich finde, dass dieser Beruf immer ganz eng auch mit der eigenen Person in Verbindung steht. Zurzeit wird die Seite komplett überarbeitet – bald ist alles nigelnagelneu!

 

Wen möchtest du damit ansprechen?

Diana Kohne: Ich möchte gern zukünftige und bestehende Auftraggeber ansprechen und erheitern, aber auch einfach nur Interessierte, die mich z.B. auch von verschiedenen Designmärkten als Ausstellerin kennen, dort meine freien Arbeiten gesehen haben, und mal wissen wollen, was ich sonst so mache, wer ich bin. Man kann auf der Homepage einen besseren Eindruck über die Bandbreite meiner Arbeit bekommen und eine Idee, was in dem Bereich alles möglich ist.

Drei Illustrationen von Hand und Maus

Wie bist du zu deinem Beruf gekommen?

Diana Kohne: Es war immer klar, dass ich etwas Kreatives arbeiten wollte. Als Kind wollte ich erst Floristin, dann Tierärztin (denn Tiere waren auch schon immer ein ganz großer Teil meines Lebens!), dann Kinderbuchillustratorin werden. Später nach dem Abi habe ich nach einer Ausbildungsstelle zur Goldschmiedin gesucht, dann aber doch in letzter Sekunde eine Mappe bei der Fachhochschule Hannover für Design und Medien eingereicht, wo ich dann direkt nach der Schule mit dem Studium begonnen habe. Nach dem Studium, in dem uns immer gesagt wurde, wir dürften uns nicht so sehr auf ein Ziel festlegen, war mir dennoch immer klar, dass ich nicht in eine Werbeagentur, sondern als Illustratorin arbeiten möchte. So habe ich mich einige Monate nach dem Studienende als Grafikerin und Illustratorin selbstständig gemacht und nach und nach erste Auftraggeber gefunden, und zum Teil bis heute behalten. Mittlerweile mache ich hauptsächlich Illustrationsaufträge, habe ganz tolle und langjährige Kontakte dadurch geknüpft und entwerfe auch meine eigenen Artikel.

 

Wie lange machst du das schon und in welcher Stadt lebst du?

Diana Kohne: Im September 2005, also ein halbes Jahr nach dem Studium, habe ich gestartet – ich habe also letztes Jahr mein 10-jähriges Jubiläum gehabt – juchuh!! Meine ersten eigenen Produkte habe ich Ende 2008 entwickelt und seither haben sich immer neue dazu gesellt. Ich lebe und arbeite in Hannover – in Linden, dem buntesten Stadtteil Hannovers. Ich habe eine Altbauwohnung mit angeschlossenem Ladenatelier, in dem ich alle meine Artikel ausstellen, meine aktuellen Auftragsarbeiten zeigen und mich mit Auftraggebern und Interessierten treffen kann.

Fotos von den Büroräumen von Diana Kohne

Woher nimmst du die Inspirationen für deine Drucke?

Diana Kohne: Inspirationen kommen oft unerwartet und plötzlich und in den unterschiedlichsten Momenten. Mich inspiriert der Alltag, das menschliche und tierische Miteinander. Ich liebe Tiere und meistens sind sie auch die Protagonisten meiner Bilder. Meistens kommen die Ideen spontan, manchmal plane ich und suche gezielt nach neuen Ideen. Außerdem inspiriert mich der Austausch mit anderen, Anregungen von Freunden, Gespräche und Feedback auf Designmärkten, die ich oft selbst als Ausstellerin besuche.

Zwei Illustrationen von Hand und Maus

Was ist dein bester Deko-Tipp und was ein absolutes No-Go?

Diana Kohne: Für meine Räume überlege ich mir Farbschemen, d.h. ich ich wähle z.B. eine Wandfarbe, die ich in Kissen, Decken, Kerzen oder Bilderrahmen wieder aufgreife. Das schafft Ruhe und gibt auch Platz für Brüche, für kleine Besonderheiten in der Einrichtung. Unter meinen Möbeln sind viele “Herzgegenstände”, mit denen ich etwas verbinde, die z.B. aus einem Schwedenurlaub stammen oder Familienerbstücke sind. Ich liebe es, kleine Gimmicks in die Wohnung zu setzen – egal ob ein Bild, eine Postkarte, ein Nachttopf, ein Ast, ein Stoff – irgendetwas, mit dem man etwas Persönliches (am besten Positives!) verbindet. Ich finde es ganz wichtig, dass Räume Persönlichkeit haben, dass man sich in ihnen wieder findet und sich nicht verstellt oder zu sehr nach Trends lebt, auch wenn es sehr schöne gibt, dass man direkt ein bisschen erkennt, wer dort zuhause ist. Nur so kann man sich selbst in ihnen auch dauerhaft wohlfühlen. Altes mit Neuem kombinieren, ein bisschen Design, ein bisschen Pipi Langstrumpf – von allem nicht übertrieben viel, sonst ist es steril, künstlich oder zu wild und unruhig. Man kann super mit tollen Lackfarben alte Möbel aufhübschen und ihnen ein ganz neues Gesicht geben. Man sollte in sich reinhorchen, was einem gefällt, anstatt nur nachzuahmen. Mutig sein, auch mal auf den ersten Blick Unpassendes miteinander zu kombinieren. Das klappt wunderbar! Frische Blumen oder Zweige sind immer eine wunderschöne Deko. Ich liebe Natur und Natürlichkeit, auch in der Wohnung. Kunstblumen sind absolut gruselig. Katzenkratzbäume finde ich auch eher schlimm, vor allem die mit Pfötchenmuster. Meine Katze hätte aber vermutlich nichts dagegen…

 

Wo stöberst du gern nach Möbeln, Dekoartikeln und neuen Ideen (welche Blogs, Shops etc. kannst du empfehlen?)

Diana Kohne: Ich stöbere sowohl gern vor Ort, also in Antik- und Trödelläden, als auch über das Internet. Mittlerweile kann man ja auch beides kombinieren und in einigen tollen Läden auch online stöbern. Ich liebe Läden, die alte Dinge verkaufen, man macht dort nicht immer Schnäppchen, aber hat immer etwas Besonderes, z.B. Ruempelstilzchen in Münster, wo ich einen unfassbar tollen Schrank gekauft habe. Ich habe das Glück, dass mein Papa Möbel restauriert – aus Interesse ist ein schönes Hobby geworden, dass er sehr professionell betreibt. Dadurch hat er mir schon viele alte Teile zu kleinen Schätzen aufgearbeitet. Ich habe meine Möbel aus Antikläden und viele auch aus Schweden mitgebracht, dort in “Loppmärkten” (= Flohmärkte in Hallen) oder auf Auktionen ersteigert (das musste Papa machen) oder in kleinen Garagen von Privat gekauft. Ich mag Läden wie x+, ein Geschäft in Wunstorf, in dem man neben neuen Deko- und Einrichtungsgegenständen auch gebrauchte Möbel kaufen kann. Man findet dort immer mal Teile, denen man sonst nicht begegnet wäre, die einen überraschen. Auch sonst liebe ich das skandinavische Design. Neue Deko- und Einrichtungsgegenstände kaufe ich gerne auch online, z.B. bei Scandinaviandesigncenter. Ich mag Teppiche, besonders die Kunststoffteppiche von Brita aus Schweden und habe einige in verschiedenen Farben (je nach Zimmerfarbthema) in meiner Wohnung. Society6 ist toll, sehr individuell, für jeden Geschmack, Stil und Geldbeutel – dort habe ich schon mehrfach tolle Drucke für meine Wohnung gekauft. Und natürlich sitze ich an der Quelle, wenn ich auf Designmärkten bei den anderen Ausstellern stöbere. Da bekomme ich neue Trends direkt mit und kaufe auch für meine Wohnung ein.

Illustrationen von Diana Kohne Hand und Maus

Deine Seite hat einen total positiven Vibe. Hast du ein paar Tipps für Neu-Blogger, Pinterester und Instagramer?
Diana Kohne: Locker sein und auch bereit sein, ein bisschen von sich selbst, seinen Ideen, Wünschen, Vorstellungen und Schwächen zu verraten. Nicht immer in allem perfekt sein wollen (auch wenn das schwer ist) und kleine Makel oder Fehler als eigene Besonderheiten annehmen und vor allem etwas Eigenes schaffen und nicht abkupfern, denn das merkt man immer. Und wieder in sich hineinhorchen – was mag ich, was inspiriert mich? Wenn man mit Liebe bei der Sache ist, dann strahlt sie das aus und dann wird man andere erreichen!

Mehr Inspirationen findet Ihr auf Pinterest:

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