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Der Möbelhandel im Umbruch – So kauft Deutschland Möbel online

März 19, 2020 | 0

Mira

Kleidung, Bücher, Tech-Gadgets, Beauty-Produkte und sogar Lebensmittel bestellen wir schon seit langem bequem im Internet. Aber wie sieht das eigentlich bei Möbeln aus? Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, haben wir von WOHNKLAMOTTE zusammen mit der Marktforschungsplattform Appinio eine repräsentative Umfrage durchgeführt. Die Ergebnisse, wie Deutschland Möbel online kauft, findest Du in diesem Artikel.

Auf der WOHNKLAMOTTE Konferenz 2020 erläuterten Josephine Seidel-Leuteritz und Maximilian Pohlmann, wie Möbelmarken und -händler ihre Kunden auch zukünftig erreichen können

WOHNKLAMOTTE.business x Appinio: die Umfrage

Der deutsche Möbelhandel lebt von seinem stationären Filialnetz und hat bisher die Strategie verfolgt “stationär first, online second”. Doch während rund 5 Prozent der Deutschen ihre Möbel nach wie vor im stationären Handel kaufen, geben bereits 42 Prozent der Befragten an, ihre Möbel sowohl online als auch im stationären Handel zu kaufen. Worauf Kunden Wert legen, was die Herausforderungen beim Onlineshopping von Möbeln sind und welche Rolle dabei Social-Media-Kanäle spielen – genau das untersucht die repräsentative Umfrage, die die Marktforschungsplattform Appinio im Auftrag unserer Strategieberatung WOHNKLAMOTTE.business unter 1001 Personen aus Deutschland zwischen 16 und 45 Jahren durchgeführt hat.

Die Zukunft des Möbelhandels

„Onlineshopping bietet einen großen Convenience-Aspekt. Allerdings muss die Möbelbranche es schaffen, die digitalen Vertriebskanäle mit den stationären zu verknüpfen. Ausgereifte Omnichannel-Konzepte bieten daher ein großes Wachstumspotential für den deutschen Möbelmarkt“, sagt Maximilian Pohlmann, CMO Brand & Communications bei WOHNKLAMOTTE.business. 61 Prozent der Deutschen finden es eher nicht schwierig bis gar nicht schwierig Möbelstücke online zu kaufen. Die Möglichkeit bequem von zu Hause aus zu bestellen und sich auch große Möbelstücke einfach nach Hause liefern zu lassen, überzeugen die deutschen Onlineshopper. Zu den Schwierigkeiten zählen, Möbel nicht nur anhand von Bildern bestellen zu wollen (78 Prozent), viele (37 Prozent) können online die Maße schlecht einschätzen und der Rückversand von großen Möbeln stellt rund die Hälfte (51 Prozent) vor eine Herausforderung. Deswegen werden bislang vor allem Deko-Accessoires (63 Prozent) und Heimtextilien (58 Prozent) online gekauft.

 

Ausgereifte Omnichannel-Konzepte bieten daher ein großes Wachstumspotential für den deutschen Möbelmarkt.“ – Maximilian Pohlmann, CMO

Lösungen für die “Online-Hürde” beim Möbelkauf

Das Testen von Möbeln in einer realen Umgebung sind die überzeugenden Vorteile des stationären Handels. Doch auch für Online Pure Player gibt es hierfür eine Lösung, denn Showroom-Konzepte (46 Prozent) und Augmented-Reality-Angebote erlauben es, ein Produkt in den eigenen Räumlichkeiten anzuschauen (47 Prozent) und bieten somit eine kundenzentrierte Lösung.

Showroom-Konzepte und Augmented-Reality-Angebote werden zukünftig noch relevanter für den Online-Möbelhandel

Social Commerce auf dem Vormarsch

Die Hälfte der Deutschen hat keine genaue Vorstellung von einem Produkt, wenn sie auf der Suche nach neuen Möbeln sind. Als Inspirationsquelle für den Möbelkauf dienen hier die bildstarken Social-Media-Plattformen Instagram und Pinterest. Ein Großteil (70 Prozent) der Deutschen hat innerhalb von Social-Media-Kanälen schon mal ein Produkt angeklickt und 20 Prozent davon haben sogar schon ein Produkt über Social-Media-Kanäle gekauft. Auch Empfehlungsmarketing bewegt die jungen Generation dazu, Möbel online zu kaufen, denn besonders die 18-24 Jährigen kaufen bestimmte Möbel, die sie im Internet gesehen haben, online nach. Zu den beliebtesten Möbel-Online-Shops der Deutschen zählen Ikea (58 Prozent), Amazon (41 Prozent) und Otto (33 Prozent). „Dies deckt sich mit der Strategie von Ikea, die sich seit zwei Jahren auf den Ausbau des Online-Geschäftes und die nahtlose Verknüpfung aller Kanäle konzentrieren“, sagt Pohlmann. Der Online-Umsatz von Ikea stieg 2019 um 33,2 Prozent auf 494 Millionen Euro.

Vor allem auf den bildstarken Kanälen Pinterest und Instagram lassen sich Möbelkäufer gern inspirieren

Preis wichtiger als Nachhaltigkeit

Zahlreiche Marken setzen zudem auf das Thema Nachhaltigkeit und bieten ihren Kunden von Leihkonzepten (Otto Now) bis hin zu Second-Hand-Angeboten (Ikea Fundgrube) neue Ansätze. Jedoch spielen diese beim Verbraucher noch eine untergeordnete Rolle: So entscheiden immer noch der Preis (75 Prozent), das Design (63 Prozent) und die Qualität (54 Prozent) über den Kauf eines Möbelstücks. Nachhaltigkeit (9 Prozent) und eine Europäische Produktion (7 Prozent) sind den Käufern weniger wichtig.

Als Experten in den Bereichen Social Media Marketing, Storytelling und Content Marketing gestalten wir die digitale Möbelbranche mit. Kontaktiere uns gerne, wenn Du mit uns in den Austausch treten möchtest oder an einer Zusammenarbeit interessiert bist. Nutze dafür die Kommentarfunktion unter diesem Artikel oder trete über den Button direkt mit unseren Experten von WOHNKLAMOTTE.business mit uns in Verbindung.



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